Zählerstand speichern

Die Latch‑Funktion ermöglicht das Abspeichern des aktuellen Zählerstandes in einem separaten Prozessdatum, unabhängig von der Zykluszeit. Der Eingang „Gate“ kann als zweiter externer Latch-Eingang, mit einem separaten Prozessdatum, parametriert werden. Die Latch‑Funktion kann wie folgt ausgelöst werden:

Über Index 0x80n0:22Enable continuous latch extern“ und 0x80n0:23Enable continuous latch extern 2“ kann parametriert werden, ob die Funktion bei jeder parametrierten externen Flanke am Latch-Eingang oder nur einmalig nach jeder Aktivierung ausgeführt wird.

Durch die Nutzung zweier unabhängiger Latch-Eingänge kann eine Werkstückmessung realisiert werden.

Zählerstand speichern 1:

Mehrfachaktivierung der Latch-Funktion

Werden mehrere Befehle gleichzeitig zum Speichern des Zählerwerts im Prozessdatum „Latch value“ (0x60n0:12) aktiviert, so wird nur der zuerst gesetzte Befehl von der Klemme akzeptiert.

  • Der Zählerstand wird bei dem nächsten auftretenden Ereignis gespeichert im Prozessdatum „Latch value“ (0x60n0:12) und mit dem entsprechenden Bit bestätigt.
  • Alle weiteren aktivierten Ereignisse werden ignoriert.
  • Eine erneute Aktivierung der Zählwertspeicherung kann erst erfolgen, wenn alle aktivierten Befehle zum Latchen des Wertes deaktiviert wurden. Dies gilt auch, wenn diese nach der Bestätigung durch das auftretende Ereignis aktiviert wurden.

Zählerstand speichern über eine positive/negative Flanke am Latch-Eingang (Enable latch extern on positive/negative edge)

Zählerstand speichern 2:

Gleichzeitige Aktivierung von „Enable continuous latch extern“ u. „Enable latch C“

Bei gleichzeitiger Verwendung der Prozessdaten „Enable latch extern on positive/negative edge“ (0x70n0:02/0x70n0:04) unter Aktivierung von 0x80n0:22 „Enable continuous latch extern“, mit Prozessdatum „Enable latch C“ (0x70n0:01)

  • wird nur das erste Ereignis, entweder pos./neg. Flanke am Latch extern-Eingang oder der Nullimpuls C, in das Prozessdaum „Latch value“ (0x60n0:12) geschrieben.
  • wird das Speichern des Zählwertes jeweils über die Prozessdaten „Latch extern valid“ (0x60n0:02) oder „Latch C valid“ (0x60n0:01) bestätigt.
  • werden alle weiteren Flanken am Latch extern-Eingang ignoriert.
  • Eine erneute Aktivierung der Zählwertspeicherung kann erst erfolgen, wenn alle aktivierten Befehle zum Latchen des Wertes deaktiviert wurden.

Zählerstand speichern über eine positive/negative Flanke am Eingang „Gate “(Enable latch extern 2 on positive/negative edge)

Der Eingang „Gate“ kann als zweiter Latch-Eingang (Latch extern 2) genutzt werden. Dazu sollte das Gate deaktiviert werden.

Zählerstand speichern 3:

Deaktivierung des Gates

Setzen Sie das „Gate polarity“ Bit (Index 0x80n0:04) auf „0 – Disable gate“, um den „Latch extern 2“-Eingang nutzen zu können, ohne den Zählerstand nach dem Latch‑Ereignis zu sperren.

Zählerstand speichern 4:

Gleichzeitige Nutzung von Gate und Latch extern 2

Bei Verwendung von Index 0x80n0:04Gate polarity“ (1 = „Enable pos. gate“) und gleichzeitiger Aktivierung des Ausgangsprozessdatums „Enable latch extern 2 on positive edge“ (0x70n0:0C) wird bei positiver Flanke am Eingang „Gate“ der aktuelle Zählerwert zunächst im Eingangsprozessdatum „Latch value 2“ (0x60n0:22) gespeichert. Danach wird der Zählerstand gesperrt.

Dasselbe gilt für die Verwendung von Index 0x80n0:04 „Gate polarity“ (2 = „Enable neg. gate“) und gleichzeitiger Aktivierung des Ausgangsprozessdatums „Enable latch extern 2 on negative edge“ (0x70n0:0D) bei negativer Flanke am Eingang „Gate“.

Zählerstand speichern über den Eingang Nullimpuls C (Enable latch C)

Der Zählerstand kann zur Laufzeit über die Prozessdaten gespeichert werden durch den Nullimpuls in „Latch value“ (0x60n0:12).

Werkstückmessung

Mit Hilfe der zwei Latch-Funktionen „Latch extern“ und „Latch extern 2“ können Werkstücke oder Abstände zwischen zwei Werkstücken erfasst werden. Um die „Latch extern 2“-Funktion zu nutzen, sollte das Gate deaktiviert werden über Index 0x80n0:04Gate polarity“ („Disable gate“ = 0).

Je nach Aktivierung der Indizes, kann der Zählerstand über eine steigende oder fallende Flanke gespeichert werden.

Zählerstand speichern 5:

Continuous latch“ bei Werkstückmessung

Um eine Überschreibung des gespeicherten Wertes zu verhindern, ist es empfehlenswert für die Werkstückmessung die Einstellung in Index 0x80n0:22Enable continuous latch extern“ auf FALSE zu setzen.

Beispielhafter Ablauf einer Werkstückmessung