FAQs
Name | Beschreibung |
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Welche Hardware-Voraussetzungen sind zu erfüllen? | |
Welche Software-Voraussetzungen sind zu erfüllen? | |
Kann eine Zone bei Sensor-Ausfall heizen? | |
Wie kann ich die Ausgabe von Heiz- und Kühlsignalen umleiten? | |
Wie kann ich die Erfassung der Ist-Temperatur umleiten? | |
Wie funktioniert das Idle-Load Tuning? | |
Wie funktioniert die Extruder-Kompensation? | |
Was soll ich bei Fehlfunktion tun? |
FAQ#1: Hardware-Voraussetzungen
Ein IPC mit x86-Architektur und Hardware FPU. Rechenleistungsbedarf und Feldbusunterstützung sind in jedem Fall abzuklären. Beispiele:
- Hutschienen-PCs der Typen CX1010, CX1020 oder CX1030.
- Hutschienen-PCs der Typen CX50xx.
- Hutschienen-PCs der Typen CX51xx.
- Hutschienen-PCs der Typen CX20xx.
- Schaltschrank-PCs der Familien C41xx, C61xx, C62xx, C69xx.
- Panel-PCs der Familien CP62xx, CP72xx, CP67xx, CP22xx, CP32xx und CP37xx.
- Andere PC-Familien sind in der Regel ebenfalls geeignet. Dies ist im Einzelfall zu klären.
Alternativ ein IPC mit iXP-Architektur und FPU-Emulation. Hier ergeben sich bei der Zonenzahl und/oder der Zykluszeit möglicherweise Einschränkungen.
- Hutschienen-PCs der Typen CX9010 oder CX9020.
- Panel-PCs der Familien CP66xx und CP26xx.
Eine Feldbus-Architektur mit geeigneter Leistungsfähigkeit:
- Vorzugsweise EtherCAT
- Alternativ einer der folgenden Feldbusse (es sind Zykluszeiten von 10ms oder kleiner anzustreben):
- LightBus
- RT-Ethernet
- Profibus mit 12MBaud
FAQ#2: Software-Voraussetzungen
Ein Microsoft Betriebssystem des Typs Windows CE 6, Windows Embedded Compact 7, Windows XP, Windows XPe oder Microsoft Windows Embedded Standard 7, 32 Bit.
Ein lauffähiges und lizenziertes TwinCAT System, freigegeben für mindestens TwinCAT PLC.
Eine lizenzierte Kopie der Plastics Temperature Control Framework Library PfwLib_TempControl.LIB, Version V1.0.1 oder höher.
Ein beigestelltes Plastics Framework AppExtension Projekt PfwLib_TempControlAppExtension.PRO dessen Version mit der Version der Plastics Temperature Control Framework Library übereinstimmt.
FAQ#3: Heizen bei Sensor-Ausfall
Beim Ausfall eines Temperatursensors kann es erforderlich sein, die Maschine weiter zu betreiben. In einem solchen Fall kann die Library dazu veranlasst werden, den Leistungsbedarf der Zone zu schätzen und das entsprechende Heizsignal auszugeben. Dabei sind eine Reihe von Vorbedingungen zu erfüllen:
- Als Signaltyp muss eTcPfwTcOut_PWM eingestellt sein.
- Die Zone muss vorher vollständig in Betrieb genommen sein. Vor allem muss das IdleLoad Tuning mit ausreichender Genauigkeit erfolgt sein.
- Diese Option sollte nicht in benachbarten Zonen aktiviert werden. Ansonsten steigt durch die ungeregelte Ausgabe der Leistung das Risiko einer Überhitzung der Heizbänder und des Materials.
Hinweis | |
Diese Option darf auf keinen Fall in Zonen aktiviert werden, die im Betrieb überschüssige Energie (Reibung, Einleitung aus Nachbarzonen) aus dem Prozess erhalten. |
Um die Option zu aktivieren ist in den Maschinendaten EnableErrorHeating auf TRUE zu setzen. Durch einen Wert im Bereich 0...1 in ErrorHeatingFactor kann festgelegt werden, welcher Anteil der geschätzten Leistung ausgegeben werden soll.
![]() | Wenn die Solltemperatur der Zone geändert wird, muss ErrorHeatingFactor nicht angepasst werden. Die Schätzung wird die erforderliche Leistung automatisch anpassen. |
FAQ#4: Umleiten von Heiz- und Kühl-Signalen
Falls ein digitaler Ausgang der SPS defekt ist, so kann der Bediener diesen digitalen Ausgang auf einen anderen freien Ausgang auflegen und anschließend im HMI das entsprechende Signal auf den anderen Ausgang umlenken. Um dieses Feature nutzen zu können, sind verschiedene Einstellungen in der Temperaturbibliothek vorzunehmen. Da die Inbetriebnahme der E/A-Umleitung etwas aufwändiger ist, wenden Sie sich in diesem Fall an den Support. Wenn Sie dieses Feature nicht nutzen möchten, sind die Einstellungen in der Schritt für Schritt Inbetriebnahme zu übernehmen.
FAQ#5: Umleiten der Ist-Temperatur-Erfassung
Falls ein analoger Eingang der SPS defekt ist, so kann der Bediener diesen analogen Eingang auf einen anderen freien Eingang auflegen und anschließend im HMI das entsprechende Signal auf den anderen Eingang umlenken. Um dieses Feature nutzen zu können, sind verschiedene Einstellungen in der Temperaturbibliothek vorzunehmen. Da die Inbetriebnahme der E/A-Umleitung etwas aufwändiger ist, wenden Sie sich in diesem Fall an den Support. Wenn Sie dieses Feature nicht nutzen möchten, sind die Einstellungen in der Schritt für Schritt Inbetriebnahme zu übernehmen.
FAQ#6: Das Idle-Load Tuning
Voraussetzung für die Ermittlung der Grundlast ist:
- das System muss stabil sein (Regeldifferenz von kleiner 1°C)
- der Sollwert muss größer 70°C sein
- es dürfen keine Störungen auf das System wirken (drehende Schnecke).
Bei der Grundlastermittlung wird der Istwert nicht angeregt. Es finden lediglich interne Berechnungen statt. Die Ermittlung dauert mehrere Sekunden, wobei anschließend der ermittelte Wert automatisch in die Regelung mit einfließt.
FAQ#7: Extruder-Kompensation
Voraussetzung für die Ermittlung der Extruder-Kompensation:
- das System muss stabil sein (Regeldifferenz von kleiner 1°C)
- die Schneckendrehzahl muss die Arbeitsdrehzahl erreicht haben
Nachdem die Extruder-Kompensation ermittelt wurde, ist diese nicht aktiv. Erst wenn der Parameter ExtruderCompEna aus den Maschinenparametern ein TRUE erhält, wird dieser auch wirksam. Bei einer korrekten Extruder-Kompensation verhält sich beim Ein- bzw. Ausschalten der Schnecke die Isttemperatur wesentlich ruhiger als ohne Kompensation.
FAQ#8: Verhalten bei Fehlfunktion
Machen Sie von den Maschinen- und Produktparametern Screenshots.
Zeichnen Sie mittels dem Scope das Verhalten auf.