FB_HVACPIDDehumidify

FB_HVACPIDDehumidify 1:

Zur Entfeuchtung wird die Zuluft mit dem Kühler herunter gekühlt. Durch die Dosierung des Kühlmediums am Kühlregister wird die Entfeuchtung stetig geregelt. Mit dem Regler FB_HVACPIDCooling und dem Regler FB_HVACPIDDehumidify wirken zwei Regler auf das Ventil des Kühlers. Vom FB_HVACPIDCooling wird das Stellsignal rY zunächst zum Sequenzregler Entfeuchten FB_HVACPIDDehumidify weitergeleitet. Innerhalb des Bausteins FB_HVACPIDDehumidify wird das größte der beiden Stellsignale an den Ausgang des Reglers weitergeleitet. Der Entfeuchtungsregler hat bei zu großer Luftfeuchte Vorrang vor dem Kühlregler. Um dennoch die richtige Zulufttemperatur erreichen zu können, wird der Vorerhitzer im Betriebsfall des Entfeuchtens gesperrt. Zur Nacherwärmung der Luft wird der Nacherhitzer in Betrieb genommen.

VAR_INPUT

eDataSecurityType     : E_HVACDataSecurityType;
bSetDefault           : BOOL;
eModeSeqCtrl          : E_HVACSequenceCtrlMode;
iNumberOfSequences    : INT;
iMyNumberInSequence   : INT;
rW                    : REAL;
rX                    : REAL;
tTaskCycleTime        : TIME;
tCtrlCycleTime        : TIME;
rYFromPIDCooling      : REAL;
eCtrlMode             : E_HVACCtrlMode;
rYManual              : REAL;
bResetcontroller      : BOOL;
bReset                : BOOL;

eDataSecurityType:Wenn eDataSecurityType:= eHVACDataSecurityType_Persistent ist, werden die persistenten VAR_IN_OUT-Variablen des Funktionsbausteins bei einer Wertänderung im Flash des Rechners abgelegt. Dafür ist es zwingend erforderlich den Funktionsbaustein FB_HVACPersistentDataHandling einmalig im Hauptprogramm, das zyklisch aufgerufen wird, zu instanziieren. Ansonsten wird der instanziierte FB intern nicht freigegeben.

Eine Wertänderung kann vom Gebäudeleitsystem, einem lokalen Bediengerät oder von einem Schreibzugriff von TwinCAT aus erfolgen. Beim Neustart des Rechners werden die gesicherten Daten automatisch vom Flash in den RAM zurück gelesen.

Anwendungsbeispiel: example_persistent.zip

Bei eDataSecurityType:= eHVACDataSecurityType_Idle werden die persistent deklarierten Variablen nicht spannungsausfallsicher gespeichert.

Hinweis

Eine sich zyklisch ändernde Variable darf niemals mit der IN_OUT-Variablen eines Funktionsbausteins verbunden werden, wenn eDataSecurityType:= eHVACDataSecurityType_Persistent ist. Es würde zu einem frühzeitigen Verschleiß des Flashspeichers führen.

bSetDefault: Wenn die Variable TRUE ist, werden die Default-Werte der VAR_IN_OUT Variablen übernommen.

eModeSeqCtrl: Über dieses Enum erfolgt unter anderem die Freigabe der Regelung (siehe E_HVACSequenceCtrlMode). Außerdem wird in der Sequenz die Betriebsart der RLT-Anlage an die Reglerbausteine übertragen. Siehe auch Tabelle Betriebsarten.

iNumberOfSequences: Anzahl der Sequenzregler in der Anlage.

iMyNumberInSequence: Die eigene Nummer des Reglers in der Sequenz.

rW: Mit der Variablen rW wird dem Regler der Sollwert übergeben.

rX: Istwert des Regelkreises.

tTaskCycleTime: Zykluszeit, mit der der Funktionsbaustein aufgerufen wird. Diese entspricht der Task-Zykluszeit der aufrufenden Task, wenn der Baustein in jedem Zyklus aufgerufen wird.

tCtrlCycleTime: Mit der Variablen tCtrlCycleTime wird die Zykluszeit vorgegeben mit welcher der PID-Regler abgearbeitet wird. Die kleinste mögliche Zykluszeit ist die der Steuerung. Da die Regelstrecken in der Gebäudeautomation überwiegend langsam sind, kann die Zykluszeit des Reglers ein mehrfaches der Steuerungszykluszeit betragen.

rYFromPIDCooling: Bei einer RLT-Anlage mit Entfeuchtung wird an diesem Eingang der Ausgang des Kühlreglers angeschlossen. Innerhalb des Funktionsbausteins FB_HVACPIDDehumidify befindet sich eine MAX-Auswahl, die das größere Stellsignal der beiden Regler FB_HVACPIDDehumidify und FB_HVACPIDCooling an das Stellventil des Kühlers weiterleitet.

eCtrlMode: Über dieses Enum wird der Betriebsmodus ausgewählt (siehe E_HVACCtrlMode). Hand- oder Automatikbetrieb.

rYManual: Manueller Wert, der bei eCtrlMode = eHVACCtrlMode_Manual an den Ausgang rY gesetzt wird.

bResetController: Eine positive Flanke am Eingang bResetController bewirkt einen Neustart des PID-Reglers.

bReset: Quittierungseingang bei einer Störung.

VAR_OUTPUT

rY                : REAL;
rXW               : REAL;
bMaxLimit         : BOOL;
bMinLimit         : BOOL;
bActive           : BOOL;
bARWactive        : BOOL;
eState            : E_HVACState;
bError            : BOOL;
eErrorCode        : E_HVACErrorCodes;
bInvalidParameter : BOOL;

rY: Stellsignalausgang des PID-Reglers.

rXW: Regelabweichung.

bMaxLimit: Der Ausgang bMaxLimit ist TRUE, wenn der Ausgang rY den Wert rYMax erreicht hat.

bMinLimit: Der Ausgang bMinLimit ist TRUE, wenn der Ausgang rY den Wert rYMin erreicht hat.

bActive: bActive ist TRUE, wenn der Regler aktiv und freigegeben ist.

bARWactive: bARWactive ist TRUE, wenn der Integralanteil des Reglers die untere oder obere Stellgrößenlimitierung erreicht hat.

eState: Status vom Regler (siehe E_HVACState).

bError: Der Ausgang signalisiert mit einem TRUE, dass ein Fehler anliegt.

eErrorCode: E_HVACErrorCodes (siehe E_HVACErrorCodes).

bInvalidParameter: TRUE, wenn bei der Plausibilitätsüberprüfung ein Fehler aufgetreten ist. Die Meldung muss mit bReset quittiert werden.

VAR_IN_OUT

rDeadRange      : REAL;
rInitialValue   : REAL;
rKp             : REAL;
tTi             : TIME;
tTv             : TIME;
tTd             : TIME;
rDeadBand       : REAL;
rYMin           : REAL;
rYMax           : REAL;
iCurrentSequence: INT;

rDeadRange: Um unnötiges Verfahren und damit frühzeitiges Verschleißen der Ventile oder Klappenantriebe zu vermeiden, kann für das Ausgangssignal rY des Reglers eine Totzone eingestellt werden. Eine Stellsignaländerung wird damit erst aktiv, wenn die Wertänderung größer als die Totzone ist. Eine stetige Änderung des Stellsignals rY wird bei Angabe einer Totzone in ein pulsierendes Verfahren des Stellorgans umgewandelt. Je größer die Totzone, desto größer sind die Pausen und Stellsignalsprünge. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0.

rInitialValue: Mit dem rInitialValue wird das Neustartverhalten des Reglers beeinflusst. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0.

rKp: Proportionalfaktor Verstärkung. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0.

tTi: Integrierzeit. Der I-Anteil korrigiert die verbleibende Regelabweichung nach der Korrektur des P-Anteils. Je kleiner die tTi-Zeit eingestellt wird, desto schneller korrigiert der Regler. Ist die Zeit zu kurz, wird der Regelkreis instabil. Um den Integrationsanteil zu vermindern, sind größere tTi-Zeiten einzugeben. Die Nachstellzeit sollte größer als die Verfahrzeit des Ventil- oder Klappenantriebes gewählt werden. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 30s.

tTv: Vorhaltezeit. Je größer tTv ist, desto stärker korrigiert der Regler. Eine zu große Zeit führt zu einem instabilen Regelkreis. In normalen Anwendungen der Gebäudeautomation wird häufig nur ein PI-Regler verwendet. In diesem Fall muss für tTv Null eingegeben werden. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0s.

tTd: Dämpfungszeit. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0s.

rDeadBand: Falls die Stellgröße am unteren oder oberen Limit eines Reglers ist, und der Istwert der Regelstrecke mit kleiner Amplitude um den Sollwert pendelt, kann ein häufiges Hin- und Herschalten zwischen zwei Sequenzreglern mit einem zusätzlichen Parameter für die Umschaltung gedämpft werden. Dazu wird nachdem der Sequenzregler sein unteres oder oberes Limit erreicht hat, die Abweichung zwischen dem Istwert und dem Sollwert der Regelstrecke aufintegriert. Eine Umschaltung auf die nächste Sequenz erfolgt erst, wenn der Betrag dieser Integration größer ist als der Wert von rDeadband (siehe Beispiel). Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0.

rYMin: Untere Begrenzung des Arbeitsbereichs vom Regler. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 0.

rYMax: Obere Begrenzung des Arbeitsbereichs vom Regler. Die Variable wird persistent gespeichert. Voreingestellt auf 100.

iCurrentSequence: Nummer des aktiven Reglers aus der Sequenz.

Voraussetzungen

Entwicklungsumgebung

erforderliche Bibliothek

Erforderliche Function

TwinCAT 3.1 ab Build 4022.16

Tc2_HVAC V3.3.1.0

TF8000 | TC3 HVAC V1.0.0.0