Init Parameter

General

Name

Standardwert

Einheit

Typ

Position Interpretation

Incremental

 

MC.EEncoderInterpretation

 

Maximum Absolute Counter Value

(Sichtbarkeit abhängig von Position Interpretation)

1048575

INC

UDINT

Position Data Range

FullRange

 

MC.EEncoderDataRange

 

Minimum Counter Value

(Sichtbarkeit abhängig von Position Data Range)

32-Bit-Gebersystem

  • vorzeichenlos: 0
  • vorzeichenbehaftet: -2147483648

INC

LINT

 

Maximum Counter Value

(Sichtbarkeit abhängig von Position Data Range)

32-Bit-Gebersystem

  • vorzeichenlos: 4294967295
  • vorzeichenbehaftet: 2147483647

INC

LINT

Feedback Velocity Source

HardwareProvidedIfAvailable

 

MC.EEncoderFeedbackVeloSource

Position Interpretation

Der Parameter Position Interpretation definiert, nach welcher Semantik die Werte vom Positionsgeber übermittelt und von der MC3-Achse interpretiert werden.

Incremental

Die Einstellung Incremental nutzt keine absoluten Eigenschaften des physikalischen Feedbacksystems, kann aber sowohl mit inkrementellen als auch absoluten Gebersystemen verwendet werden. Nach dem Start der Steuerung ist eine Referenzfahrt (Homing) notwendig, um die Ist-Position der Achse zu initialisieren (IsPositionValid = FALSE).

AbsoluteFullRange

Die Einstellung AbsoluteFullRange wird in der Regel mit Multiturn- oder Singleturn-Absolutwertgebern verwendet. Die MC3-Achse berücksichtigt den gesamten Datenbereich des Datentyps im Mapping zum I/O-Gerät (FullRange). Die höchste Anzahl an Inkrementen entspricht der Obergrenzen des Datentyps. Die Größe des Datentyps ist im verwendeten Protokoll spezifiziert.

Zum Zeitpunkt des Einschaltens der Steuerung ist der Positionsistwert eindeutig. Die Achse signalisiert IsPositionValid = TRUE. Kommt es zu einem Überlauf, signalisiert die Achse IsPositionValid = FALSE. Eine (erneute) Referenzfahrt ist notwendig, um die Ist-Position der Achse zu initialisieren.

Das Konfigurieren und Einschalten der softwareseitigen Positionsgrenzen der Achse ermöglicht das Wiederherstellen der Achsposition nach einem Neustart der Steuerung. Eine erneute Referenzfahrt ist nicht notwendig. Dies gilt für maximal einen Überlauf der übermittelten Inkremente. Kommt es zu einem weiteren Überlauf, signalisiert die Achse IsPositionValid = FALSE.

AbsolutUserDataRange

Es gelten die gleichen Randbedingungen wie für die Einstellung AbsoluteFullRange. Zusätzlich wird der Parameter Maximum Absolute Counter Value eingeblendet und berücksichtigt:

  • Maximum Absolute Counter Value
    Eindeutige maximale Anzahl an Inkrementen, die das Gebersystem übermittelt (innerhalb der Grenzen des verwendeten Datentyps). Beispielsweise ist der Standardwert auf 2^20-1 eingestellt.

AbsoluteModulo

Die Positionsinkremente werden vom I/O-Gerät mit Modulo Logik übermittelt. Entspricht z. B. eine Umdrehung des Gebersystems dem Modulus der MC3-Achse, ist die Position in diesem Bereich eindeutig. Die Achse signalisiert IsPositionValid = TRUE.

Position Data Range

Der Parameter Position Data Range definiert den Wertebereich des Gebersystems, der für die Positionsberechnung verwendet wird. Dies bezieht sich auf den Rohwert, der vom Antrieb oder Encoder über die Prozessdaten (PDO-Mapping) empfangen wird und ermöglicht die Erkennung und Handhabung von Überläufen. Der Parameter kann nur zur Konfigurationszeit und nicht zur Laufzeit verändert werden.

FullRange

Der Positionsüberlauf basiert auf den Datentypgrenzen des jeweiligen Gebersystems. Für ein vorzeichenbehaftetes 32-Bit-Gebersystem (z. B. CoE DS402 Drive (AX8000), SoE Drive (AX5000), EtherCAT Encoder) bedeutet dies implizit einen Wertebereich von -2147483648 bis 2147483647. Bei einem vorzeichenlosen 32-Bit-Gebersystem (z. B. MDP742 Drive (ausgewählte ELM72xx), SSI-Encoder) impliziert dies einen Wertebereich von 0 bis 4294967295.

UserDefined

Dieser Parameterwert ermöglicht eine manuelle Eingabe der Wertebereichsgrenzen für die Bestimmung eines Überlaufs. Es werden zwei zusätzliche Parameter zur Eingabe der oberen und unteren Grenze eingeblendet:

  • Minimum Counter Value
  • Maximum Counter Value

Feedback Velocity Source

Bestimmt die Quelle der Ist-Geschwindigkeit (AXIS_REF.McToPlc.Act.Velocity). Die Geschwindigkeit kann entweder von der verwendeten Hardware übernommen oder intern durch Differenzierung des Positions-Istwertes berechnet werden.

HardwareProvidedIfAvailable (Standardwert)

Verwendet die von der Hardware bereitgestellte Geschwindigkeit. Ist kein Eintrag für die Ist-Geschwindigkeit in den Prozessdaten gemappt, wird diese automatisch intern berechnet.

InternallyCalculated

Die Geschwindigkeit wird immer aus der Ableitung der Ist-Positionen berechnet. Ist-Geschwindigkeiten der Hardware werden ignoriert, auch wenn sie verfügbar sind.

HardwareProvided

Die Geschwindigkeit wird immer direkt vom Hardware-Feedback übernommen. Dies setzt eine Verknüpfung der Ist-Geschwindigkeit über die Prozessdaten (PDO-Mapping) voraus. Fehlt das Mapping, führt dies zu einem Fehler beim Aufstarten der Konfiguration.

Scaling

Name

Standardwert

Einheit

Typ

Position Scaling Numerator From Hardware

360

[PosUnit]/INC

LREAL

Position Scaling Denominator From Hardware

1048576.0

 

LREAL

Encoder Mounting Offset

0.0

[PosUnit]

LREAL

Velocity Scaling Numerator To Hardware

1.0

INC/([PosUnit]/s)

LREAL

Velocity Scaling Denominator To Hardware

1.0

 

LREAL

Direction Inverted

FALSE

 

BOOL

Torque Scaling From Hardware

0.1

INC/([TorqueUnit])

LREAL

Der Positions-Skalierungsfaktor ist in einen Zähler und einen Nenner gegliedert. Mit ihm werden die Weginkremente in Achsenpositionen umgerechnet oder eine Benutzereinheit aus Encoderinkrementen berechnet.

Position Scaling Numerator From Hardware

Position Scaling Numerator From Hardware ist der Vorschub, den die Applikation macht, wenn die Abtriebswelle eine Umdrehung gemacht hat.

Position Scaling Denominator From Hardware

Position Scaling Denominator From Hardware ist die Anzahl an Inkrementen, die der Antrieb ausgibt, wenn die Motorwelle eine Umdrehung macht.

Beispiel 1 zum Position Scaling:

Motor ohne Getriebe mit Ritzel mit 100 mm Umfang an AX5000 mit Standardeinstellungen:

  • Numerator: 100 mm
  • Denominator: 1048576

Beispiel 2 zum Position Scaling:

Motor mit Getriebe mit i=10 an Drehteller an AX5000 mit Standardeinstellungen:

  • Numerator: 360° / 10 = 36°
  • Denominator: 1048576

Encoder Mounting Offset

Offset, mit dem die Position eines Gebersystem korrigiert bzw. im Maschinenkoordinatensystem ausgerichtet wird und damit den maschinenbezogenen Nullpunkt festlegt. Bei einem Neustart der Steuerung wird dieser Offset wiederhergestellt.

Velocity Scaling Numerator To Hardware

Dieser Wert dient zur Berechnung des Geschwindigkeitssoll- und -istwerts aus der Impulszahl des Encoders.

Velocity Scaling Denominator To Hardware

Dieser Wert dient zur Berechnung des Geschwindigkeitssoll- und -istwerts aus der Impulszahl des Encoders.

Direction Inverted

Der Parameter Direction Inverted kann die Zählrichtung des Encoders oder Antriebs umkehren:

  • FALSE: Die Polarität der Achsbewegung stimmt mit der Zählrichtung der Erfassungshardware überein.
  • TRUE: Die Polarität der Achsbewegung ist invers zur Zählrichtung der Erfassungshardware.

WARNUNG

Verletzungsgefahr durch unerwartete Bewegungen

Wenn die Zählrichtung des Encoders und die Motorpolarität nicht miteinander übereinstimmen, führt die Achse unerwartete Bewegungen aus.

  • Stellen Sie sicher, dass bei Inbetriebnahme die Drehrichtung des Antriebs korrekt eingestellt ist.
  • Halten Sie grundsätzlich einen ausreichenden Sicherheitsabstand.

Torque Scaling From Hardware

Faktor zur Skalierung des Drehmomentmesswerts auf die gewünschte Einheit.

Connection

Name

Standardwert

Einheit

Typ

AMS Address

0.0.0.0.0.0:0

 

 

 

.netId

0.0.0.0.0.0

 

AMSNETID

 

.port

0x0000

 

WORD

Channel Number

0

 

UDINT

EtherCAT Slave Oid

00000000

 

OTCID

AMS Address

Informationen über die Adresse des zugeordneten Hardware-Laufwerks (nur Lesezugriff), es ist keine manuelle Konfiguration erforderlich. Sie wird für Kommunikationszwecke verwendet.

Channel Number

Informationen über Kanalnummer des zugeordneten Hardware-Laufwerks (nur Lesezugriff), es ist keine manuelle Konfiguration erforderlich. Sie wird für Kommunikationszwecke verwendet.

EtherCAT Slave Oid

Objekt ID des EtherCAT Slaves.

Dead Time Compensation

Die Totzeiten werden bei der EtherCAT-Initialisierung automatisch ermittelt und in der TwinCAT MC3 berücksichtigt. Die ermittelten Werte bedürfen in der Regel keiner manuellen Anpassung. Dennoch kann eine manuelle Konfiguration notwendig sein, um beispielsweise antriebsinterne Totzeiten auszugleichen.

Name

Standardwert

Einheit

Typ

Dead Time Compensation From Hardware

NonlinearShift

 

MC.EDeadTimeCompensationMode

 

Additional Time Shift From Hardware

0.0

ms

LREAL

Dead Time Compensation To Hardware

NonlinearShift

 

MC.EDeadTimeCompensationMode

 

Additional Time Shift To Hardware

0.0

ms

LREAL

Dead Time Compensation From Hardware

Stellen Sie ein, wie die kompensierte aktuelle Position berechnet werden soll.

Additional Time Shift From Hardware

Zusätzliche Verschiebung der automatisch ermittelten Totzeit für die Kompensation der aktuellen Position.

Dead Time Compensation To Hardware

Stellen Sie ein, wie die kompensierte Sollposition berechnet werden soll. Die Totzeit wird bei der EtherCAT-Initialisierung automatisch ermittelt.

Additional Time Shift To Hardware

Zusätzliche Verschiebung der automatisch ermittelten Totzeit für die Kompensation der Sollposition.

Touch Probe

Name

Standardwert

Einheit

Typ

TouchProbe1 Source

DriveDefault

 

MC.ETouchProbeTriggerSource

TouchProbe2 Source

DriveDefault

 

MC.ETouchProbeTriggerSource

TouchProbe Source

Auswahl des Eingangs für den Messtaster.

Actual Position Filter

Name

Standardwert

Einheit

Typ

Filter Type

None

 

MC.EFilterType

 

Filter Time Position

0.0

s

LREAL

 

Filter Time Velocity

0.0

s

LREAL

 

Filter Time Acceleration

0.01

s

LREAL

 

Filter Time

0.001

s

LREAL

Filter Type

None

Es wird kein Filter angewendet.

PT1-Filter

Es handelt sich um ein Verzögerungsglied erster Ordnung (digitaler Tiefpassfilter, Proportionalglied mit Verzögerung 1. Ordnung) zur Glättung verrauschter Signale (Istwert). Der PT1-Filter wird unabhängig auf die drei Istwerte Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung angewendet. Jede Größe besitzt eine eigene Filterzeitkonstante. Die Filterzeitkonstanten sind im positiven Wertebereich zu wählen. Der Wert 0.0 deaktiviert die Filterung der entsprechenden Größe. Je größer die Filterzeitkonstante, desto stärker wird der Istwert geglättet und desto größer ist die Verzögerung.
Da die Größen getrennt gefiltert werden, sind die Ausgangswerte nicht zwangsläufig konsistent zueinander.

MovingAverage-Filter

Der Moving-Average-Filter bildet den arithmetischen Mittelwert über ein gleitendes Zeitfenster der letzten N Eingangswerte und ist damit ein einfaches FIR-Tiefpassfilter (mit endlicher Impulsantwort).
Der Moving-Average-Filter wird unabhängig auf die drei Istwerte Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung angewendet. Jede Größe besitzt eine eigene Fensterlänge N. Die Fensterlänge ergibt sich aus dem Quotienten der parametrierten Filterzeit und der Zykluszeit. Es ist eine maximale Fensterlänge von 1000 Datenpunkte möglich. Die Totzeit entspricht der halben Fensterlänge.
Da die Größen getrennt gefiltert werden, sind die Ausgangswerte nicht zwangsläufig konsistent zueinander.
Eine Filterzeit von 0.0 wird der Istwert unmittelbar verarbeitet uns nicht gefiltert. Eine große Filterzeit bewirkt eine starke Glättung und erhöht die Totzeit.

KalmanFilter3x1

Der Kalman-Filter 3x1 schätzt aus den fortlaufenden Positions-Istwerten einen Satz von Position (s), Geschwindigkeit (v) und Beschleunigung (a). Dies dient zum einen der Rauschunterdrückung und zum anderen findet die Berechnung von (s,v,a) konsistent, d.h. unter Berücksichtigung der Abhängigkeit der Größen untereinander, statt. 3x1 beschreibt dabei, dass der Filter drei Ausgangsgrößen (s,v,a) und eine Eingangsgröße (s) hat.
Die Konsistenz von (s,v,a) untereinander ist häufig von Vorteil. Insbesondere wird der Kalman-Filter bei einer Kopplung einer Achse auf ein Gebersignal empfohlen.
Der Kalman-Filter 3x1 wird durch die "Filter Time" parametriert, welche die Zeitskala beschreibt, die zur Berechnung von (s,v,a) berücksichtigt wird. Die Wahl dieses Parameters stellt einen Kompromiss zwischen Rauschunterdrückung und dynamischer Reaktionsfähigkeit dar. Eine größere Filter Time führt zu einer größeren Rauschunterdrückung bei gleichzeitiger Abnahme der Reaktionsfähigkeit, und umgekehrt (siehe unten Parameter Filter Time).

Filter Time Position

Der Parameter ist aktiv, wenn der Filter Type auf PT1 oder MovingAverage eingestellt ist. Der Wert 0.0 deaktiviert die Filterung der Position. Die Filterzeitkonstante ist im positiven Wertebereich zu wählen. Je größer die Filterzeitkonstante, desto stärker wird der Istwert geglättet und desto größer ist die Verzögerung.

Filter Time Velocity

Der Parameter ist aktiv, wenn der Filter Type auf PT1 oder MovingAverage eingestellt ist. Der Wert 0.0 deaktiviert die Filterung der Geschwindigkeit. Die Filterzeitkonstante ist im positiven Wertebereich zu wählen. Je größer die Filterzeitkonstante, desto stärker wird der Istwert geglättet und desto größer ist die Verzögerung.

Filter Time Acceleration

Der Parameter ist aktiv, wenn der Filter Type auf PT1 oder MovingAverage eingestellt ist. Der Wert 0.0 deaktiviert die Filterung der Beschleunigung. Die Filterzeitkonstante ist im positiven Wertebereich zu wählen. Je größer die Filterzeitkonstante, desto stärker wird der Istwert geglättet und desto größer ist die Verzögerung.

Filter Time

Der Parameter ist aktiv, wenn der Filter Type auf KalmanFilter3x1 eingestellt ist. Der Kalman Filter wird durch eine vereinfachte Parametrierung über eine einzelne Filterzeitkonstante auf die Anwendung angepasst. Je größer die Filterzeitkonstante, desto höher ist der Grad der Glättung.