TRC Optionen für Online-TRC und 2-Pfad

Online-TRC

Mit den nachfolgenden Parametern kann Einfluss auf die Online-Werkzeugradiuskorrektur genommen werden. Diese kann nur gesetzt werden mit aktiver Werkzeugradiuskorrektur (G41/G42).

Mit dem Parameter INVERSE wird die durch die Werkzeugradiuskorrektur entstandene verschobene Parallelbahn auf die ursprünglich programmierte Bahn zurückgerechnet.

Der Parameter ONLINE ermöglicht bei gesetztem Parameter INVERSE Einstellungen für die Online-Werkzeugradiuskompensation. Diese Online-Werkzeugradiuskompensation kann über ein TcCOM-Objekt realisiert werden.

Hinweis

Der Parameter ONLINE darf nur auf einen Wert ungleich 0 gesetzt werden, wenn der Parameter INVERSE aktiv ist. Bei inaktivem INVERSE wird der Fehler ID 22125 ausgegeben.

Syntax:

#TRC [ [INVERSE=..] [ONLINE=..] [ONLINE_BY_VECTOR=..]]

INVERSE=..

Rückrechnen der durch die Werkzeugradiuskorrektur entstandenen Parallelbahn.

0: kein Rückrechnen (Standard).

1: Rückrechnen der Parallelbahn.

ONLINE=..

Einstellung der Online-Werkzeugradiuskompensation:

0: Keine Berechnung der Online-Werkzeugradiuskompensation.

1: Berechnung der kompensierten Bahn via TcCOM-Schnittstelle.

2: Einfache Berechnung der Parallelbahn für jede Ebene in der CNC (entspricht der Bahn aus der Werkzeugradiuskorrektur, nur zum Test)

3: Berechnung der Parallelbahn unter Berücksichtigung der Werkzeugorientierung in der CNC.

ONLINE_BY_VECTOR=..

Dieser Parameter bestimmt die Methode, mit der eine 3D-TRC online korrigierte Position auf die Koordinatensystemebene zurücktransformiert wird.

0: Die Verschiebung entlang der Drahtrichtung muss in einem TcCOM Objekt der kinematischen Transformation implementiert werden.

1: Die Verschiebung entlang der Drahtrichtung wird direkt nach der 3D-TRC-Korrektur durch die CNC ausgeführt.

2: Kombinationslösung; die zyklische Sollwerterzeugung verwendet die Implementierung im TcCOM Objekt der kinematischen Transformation, die Anzeige nutzt die Berechnung durch die CNC direkt nach der 3D-TRC-Korrektur.

Basisradius für Werkzeugradiuskorrektur

Mit dieser Option kann festgelegt werden, ob die Werkzeugradiuskorrektur für die einzelnen Pfade mit dem individuell für diesen Pfad festgelegten Werkzeugradius die Parallelbahn berechnen soll. Alternativ mit dem Werkzeugradius des Pfades, der über diese Option bestimmt werden kann.

Diese Option kann beim Drahterodieren dazu verwendet werden auf einem HMI die ideale Bahn anzuzeigen, während der Drahtverschleiß bei der Berechnung der Sollgeometrie berücksichtigt wird.

Syntax:

#TRC [ [MULTI_PATH_RADIUS=..] ]

MULTI_PATH_RADIUS=..

Mit diesem Parameter kann festgelegt werden, mit welchem Werkzeugradius die statische Werkzeugradiuskorrektur die Parallelbahn berechnen soll.

INDIVIDUAL/ DEFAULT

Die Werkzeugradien, die in dem jeweiligen Pfad programmiert sind, werden verwendet (Standard).

REFERENCE

Der Werkzeugradius des Referenzpfads wird verwendet.

SECONDARY

Der Werkzeugradius des zweiten Pfads wird verwendet.

Dynamische Offsetüberlagerung

Die dynamische Offsetüberlagerung ist eine anwenderspezifische Überlagerung der TCP Bahn, die in der Online-TRC wirkt.

Die überlagerten Achsbewegungen können deshalb nur eingeschränkt bei der Planung der maximalen Geschwindigkeit und Beschleunigung in der CNC berücksichtigt werden.

Speziell an Innenecken können die Überlagerungen zu Beschleunigungsüberschreitungen führen. Um dies zu verhindern, analysiert die CNC die Tangentendrehung an Innenecken und bestimmt daraus die maximal zulässige Dynamik.

Die An/Abwahl der Funktionalität in der Online-TRC wird über die SPS geschaltet. Die Berechnung der zulässigen Dynamik bei der Offsetüberlagerung an Innenecken wird mit nachfolgendem Programmierbefehl aktiviert:

Syntax:

#TRC [ [DYNAMIC_VARIATION_MAX_OFFSET=..] ]

DYNAMIC_VARIATION_MAX_OFFSET =..

Definition des maximalen dynamischen Offsets in [0,1µm]]

0: Abwahl Dynamische Offsetüberlagerung (Standard).

> 0: Anwahl, maximaler Offset wird für Dynamikberechnung verwendet.

TAPERLINK

Die Option TAPERLINK ermöglicht bei einer 2-Pfadkonfiguration die Synchronisation zwischen dem Referenzpfad und dem Sekundärpfad, um die optimale Drahtneigung zu erhalten. Siehe [FCT-C49, Kapitel: Beschreibung].

Voraussetzung für die Funktionalität ist eine 2-Pfadkonfiguration und die Anwahl der Werkzeugradiuskorrektur mit G41 oder G42.

Syntax:

#TRC [ [TAPERLINK=..] ]

TAPERLINK =..

Modus für Funktionalität Taper-Link festlegen.

0: Taper-Link Funktionalität inaktiv (Standard).

1: Taper-Link aktiv: Kompensation ist auf beiden Pfaden aktiv, automatische Erkennung.

2: Taper-Link aktiv: Referenzpfad kompensiert den 2. Pfad.

3: Taper-Link aktiv: 2. Pfad kompensiert den Referenzpfad.