Hinzufügen eines Scope-Views
Wie ein Scope-View-Element in die Baumstruktur eingefügt werden kann, ist unter "Allgemeine Bedienungsmöglichkeiten" beschrieben.

Mit einem Klick auf das Element "Scope-View anfügen.." wird folgender Dialog geöffnet:

Hier kann ausgewählt werden, ob das Plot gegen die Zeit oder als XY-Darstellung aufgezeichnet werden soll.
Nachdem ein Scope-View-Element in die Baumstruktur eingefügt wurde, erscheint zunächst auf der rechten Seite ein leeres Scope-View, d. h. es sind noch keine Kanäle enthalten. Doch bevor ein Kanal hinzugefügt wird, sollen die Eigenschaften eines Scope-Views geklärt werden. Dazu werden im Folgenden die einzelnen Eigenschaftsseiten (Property Pages) beschrieben.
Wenn Sie schnell Kanäle aufzeichnen wollen, können Sie auch direkt mit dem Kapitel "Hinzufügen eines Kanals" fortfahren und bei den Eigenschaften des Scope-Views die Standardeinstellungen verwenden.
General

Auf der Eigenschaftsseite "General" wird der Name des gerade angewählten Scope-Views aufgeführt. Der Name in der Baumstruktur und auf dieser Eigenschaftsseite ist gleich und kann auch von hier geändert werden.
![]() | Bei einem Ausdruck des Scope-Views wird der Kommentar mit ausgedruckt. |
Eigenschaften

Zeige Scope
Das TCatScopeView verfügt über die Möglichkeit, mehrere Scope-Views gleichzeitig darzustellen. Mit Hilfe der Checkbox "Zeige Scope" wird festgelegt, ob das Scope-View im Online-Mode (Aufnahme) dargestellt wird. Ist dieses Flag nicht aktiv, so werden im Online-Mode keine Kanäle aufgezeichnet und sind somit auch später nicht darstellbar.
Überlast-Stopp
ab TwinCAT V2.8 Build 722
Überschreitet die Anzahl der noch nicht bearbeiteten Daten einen Schwellwert, so wird das Scope automatisch in den Offline-Mode versetzt.
Standard & Ringpuffer
Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die Plots eines Scope-Views aufzuzeichnen.
Ist "Standard" angewählt (Default), so werden die Kanäle des Scope-Views ab dem Triggersignal für die in der Aufnahmedauer angegebenen Zeit aufgenommen. Dabei erfolgt die Darstellung von links nach rechts. Wenn das Ende der Aufnahmedauer erreicht ist, wird der Online-Mode automatisch beendet.
Alternativ kann der Ringpuffer angewählt werden. Dabei wird solange aufgezeichnet, bis der Online-Mode explizit beendet wird. In diesem Fall wird der aktuelle Wert immer am rechten Rand des Scope-Views gezeichnet und die alten Werte entsprechend nach links geschoben.
Die "dargestellte Länge" beschreibt hierbei die Zeit, die im Scope-View direkt dargestellt wird. Im Offline-Mode können aber auch noch ältere Werte angezeigt werden, wobei die "History Länge" bei der Aufnahmedauer angegeben wird.
Wiederholrate
Die Wiederholrate beschreibt die Zeit, mit der das Scope-View aktualisiert wird. Dabei ist zu beachten, dass eine schnelle Wiederholrate mehr Rechnerperformance benötigt.
ADS Delay
Die darzustellenden Werte eines Kanals werden dem TCatScopeView per ADS übermittelt. Mit dem ADS Delay kann nun die Blockgröße, bzw. die Anzahl der ADS-Nachrichten beeinflusst werden.
Dieser Wert sollte im Standardfall nicht verändert werden.
Hintergrund
Mit Hilfe des Buttons "Hintergrund verändern" lässt sich die Hintergrundfarbe des Scope-Views verändern.
Trigger

Wie bereits erwähnt, besteht die Möglichkeit, auf bestimmte Ereignisse zu triggern. Dazu ist es erforderlich, dass mindestens ein Kanal im Scope-View vorhanden ist .
Einfügen einer Triggerbedingung
In der Combo-Box "Kanäle" werden alle Kanäle eines Scope-Views, die sich noch nicht in der Triggerliste (vergl. Bild oben) befinden, aufgeführt. Um ein Kanal in die Triggerliste einzufügen, muss dieser zunächst in der Combo-Box angewählt werden. Im nächsten Schritt muss der Button "Triggert bei.." angewählt werden.

Hier kann durch Anklicken des Flankensymbols ausgewählt werden, ob das Triggerereignis bei steigender oder fallender Flanke auftreten soll. Außerdem kann der Schwellwert noch editiert werden.
![]() | Damit das Triggerereignis ausgelöst wird, muss bei einer steigenden Flanke der Schwellwert zuvor unterschritten worden sein. Bei fallender Flanke verhält es sich genau umgekehrt. |
Automatischer Trigger
Auch mit dem Standardpuffer kann eine "Endlosaufnahme" durchgeführt werden. Dazu ist der "Automatische Trigger" zu aktivieren.
Dieser prüft die Triggerbedingung, nachdem das Ende des Plots erreicht ist, erneut. Wenn die Bedingung erfüllt ist, wird das alte Plot gelöscht und ein Neues aufgezeichnet.
Start bei Triggerereignis (default)
Wenn das Triggersignal eintrifft, wird die Aufnahme gestartet
Stopp bei Triggerereignis
ab TwinCAT V2.9 Build 1031
Trifft das Triggersignal ein, so wird das Scope nach einer parametrierbaren Zeit in den Offline-Mode versetzt. Die 'Nachlaufzeit' lässt sich über den Slider 'Pretrigger' einstellen.
Um diese Funktion nutzen zu können, muss das Scope im 'Ringpuffer-Mode' sein.
Verknüpfung von Triggerbedingungen
Rechts neben der Triggerliste können die Triggerbedingungen eingestellt werden. Hierbei können entweder alle Elemente der Triggerliste "UND" oder "ODER" verknüpft werden.
Wenn diese Bedingungen nicht ausreichen sollten, ist es möglich, z. B. in der SPS-Task eine Triggerbedingung zu programmieren. Das Ergebnis dieser Bedingung kann einer SPS-Variablen zugeordnet werden. Somit kann auch das TCatScopeView auf die Variable zugreifen. Sie kann nun als "Triggerkanal" dem Scope-View zugefügt werden.
Handtrigger
Es ist aber auch denkbar, dass die Aufzeichnung manuell gestartet werden soll. Um nicht alle Kanäle aus der Triggerliste entfernen zu müssen, existiert ein sogenannter Handtrigger. Wird dieser betätigt, so wird mit der Aufzeichnung begonnen.
Editieren der Triggerkanäle

Wenn nachträglich noch Triggereigenschaften eines Kanals geändert werden sollen, muss dazu der entsprechende Kanal in der Triggerliste angewählt werden. Mit der rechten Maustaste kann das oben dargestellte Kontextmenü geöffnet werden. Durch Anwahl des Menüpunkts 'Editiere..' wird der Dialog "Bearbeite Trigger" geöffnet.