Brems-Ansteuerung
Der Antriebsregler kann eine im Motor integrierte Haltebremse automatisch in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Antriebs ansteuern:
- Beim Aktivieren des Reglers wird die Bremse geöffnet. Nach dem Bestromen der Bremse wird eine parametrierbare Verzögerung („Release delay“) berücksichtigt, um das vollständige Öffnen der Bremse sicherzustellen. Erst nach Ablauf dieser Zeit werden Bewegungen des Motors freigegeben.
- Beim Deaktivieren des Reglers wird zunächst eine Sollgeschwindigkeit von 0 angefordert. Nach Erreichen des Stillstands wird die Bremse geschlossen. Der Antriebsregler bleibt anschließend für eine parametrierbare Zeit („Application delay“) aktiv, um das vollständige Schließen der Bremse sicherzustellen, bevor die Regelung abgeschaltet wird.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Bremsansteuerung unabhängig vom Antriebsregler zu beeinflussen („Enable manual override“).
Brems-Ansteuerung aktivieren
Im Parameter 2004:18/2804:18 (Kanal 1/2) „Brake Output Features“ können Sie die Brems-Ansteuerung aktivieren und den Digital-Ausgang auswählen, der für die Brems-Ansteuerung genutzt werden soll.
Konfigurieren
Konfigurieren Sie die Brems-Ansteuerung über die Parameter in den Objekten 0x2004/0x2804 „Brake Settings Ch.1/2“, siehe Kapitel Konfigurations-Objekte.
Diagnose
Der angeforderte Zustand der Motorbremse kann über den Parameter „Actual motor brake state“ über das CoE oder die Prozessdaten ausgelesen werden. Dieses Objekt spiegelt auch die Auswirkung aller override-Funktionen. Der Antriebsregler kann jedoch nicht prüfen, ob die Motorbremse wirklich bestromt und geöffnet ist, d.h. Kabelbruchfehler, Kurzschluss, etc. werden in diesem Objekt nicht sichtbar.
Fehlerreaktion
Im Fehlerfall oder bei einer Notabschaltung wartet der Antriebsregler nach Anforderung des Motorstillstands bis zum tatsächlichen Stillstand, bevor die Bremse geschlossen wird. Eine parametrierbare maximale Wartezeit („Emergency application timeout“) begrenzt dabei die Dauer bis zum Schließen der Bremse.