Calibration

Vendor Calibration

Der elektrische Kanal wird von Beckhoff in der Funktionseinheit „Vendor Calibration“ auf Einhaltung der gegebenen Unsicherheitsspezifikation (siehe Technische Daten, früher: Messfehler) abgeglichen. Die Herstellerabgleichdaten von Beckhoff liegen in diesem Bereich vor.

Parameter:

Index (hex)

Name

Datentyp

Bedeutung

80n0:0B

Enable vendor calibration

BOOL

default aktiviert, die Daten werden berücksichtigt.

80nF

Vendor calibration data

-

nicht zur anwenderseitigen Veränderung vorgesehen

Der Zwischenwert nach dieser Funktionseinheit ist in Index 0x90n0:1C „Value after Calibration“ einsehbar. Es gibt nur einen gemeinsamen Value after Calibration für alle Kalibrierungswerte, in dem alle Kalibrierwerte mit dem Messwert verrechnet angezeigt wird.

Die Anzahl der Einstellungsveränderungen in dieser Funktionseinheit wird im Index 0x90n2:11 als „Vendor Calibration Counter“ hochgezählt.

Wenn ein beliebiger Parameter im Data-Bereich geändert wird, wird der Counter inkrementiert. Weitere Änderungen im Data-Bereich innerhalb der nächsten 30 Sekunden werden nicht für den Counter gewertet. Nach Ablauf dieser Zeit wird eine Parameteränderung den Zähler wieder inkrementieren.

User Calibration

Die Funktionseinheit „User calibration“ kann anwenderseitig benutzt werden, wenn dauerhaft mit alternativen, anlagenabhängigen Korrekturwerten gearbeitet werden soll.

Die Gain/Offset-Koeffizienten stehen darin sowohl im Real32‑Format für eine bequeme Bedienung als auch alternativ (aber mathematisch gleichwirkend) im INT16‑Format zwecks Kompatibilität zu ggf. schon vorhandenem Code zur Verfügung. Die Verarbeitung verläuft in „User Calibration“ (wenn „Enable User calibration“ = 1) wie folgt:

Parameter:

Index (hex)

Name

Datentyp

Bedeutung

80n0:0A

Enable User Calibration

BOOL

default deaktiviert, Berechnung erfolgt erst bei TRUE

80n0:17

User Calibration Offset

SINT16

1 Bit = MBEnorm./32767, default: 0

80n0:18

User Calibration Gain

UINT16

1 Bit entspricht 2-16, „1“ entspricht also 0x7FFF/32767dez

80nC:01

User Calibration Data

BYTE4

4 Byte freier Speicherraum, hier besteht die Möglichkeit, z. B. in Form von 8 CHAR das Kalibrierdatum zu hinterlegen

80nC:03…0D

User Scale Gain (Real32)

REAL32

Real32‑Koeffizienten S0/S1/S2/S3/S1n des Berechnungspolynoms

Der Zwischenwert nach dieser Funktionseinheit ist in Index 0x9nn0:1C „Value after Calibration“ einsehbar. Es gibt nur einen gemeinsamen Value after Calibration für alle Kalibrierungswerte, in dem alle Kalibrierwerte mit dem Messwert verrechnet angezeigt wird.

Die Anzahl der Einstellungsveränderungen in dieser Funktionseinheit wird in Index 0x90n2:12 „User Calibration Counter“ hochgezählt.

Wenn ein beliebiger Parameter im Data-Bereich geändert wird, wird der Counter inkrementiert. Weitere Änderungen im Data-Bereich innerhalb der nächsten 30 Sekunden werden nicht für den Counter gewertet. Nach Ablauf dieser Zeit wird eine Parameteränderung den Zähler wieder inkrementieren.

Passwortschutz für Anwenderdaten

Einige Anwenderdaten sind durch ein zusätzliches Passwort, das in CoE 0xF009 einzutragen ist, vor unerwünschtem oder irrtümlichem Beschreiben geschützt:

Calibration 1:Abb.23: Passwortschutz für die 0x8000:17 und 0x8000:18 Einträge (Beispiel)

Verwendung von CoE 0xF009

Der Passwortschutz greift bei folgenden AI-Einstellungen:

Index (hex)

Bezeichnung

80n0:0A

Enable User Calibration

80n0:0B

Enable Vendor Calibration

80n0:17

User Calibration Offset

80n0:18

User Calibration Gain

80nC

User Calibration Data

80nD:17

Low Range Error

80nD:18

High Range Error

80nD:27

Low Range Error (REAL32)

80nD:28

High Range Error (REAL32)