Vision Gallery

Die „Vision Gallery“ ist als Werkzeug für die tiefergehende Analyse und Dokumentation konzipiert.

Integration in Visual Studio

Die folgende Abbildung zeigt die Integration innerhalb der Visual Studio-Umgebung:

Vision Gallery 1:

Sämtliche Instanzen der Gallery werden zentral im Solution Explorer unter dem dedizierten Knoten „Vision Galleries“ verwaltet. Dies ermöglicht einen schnellen Zugriff auf bereits erstellte Analyselayouts innerhalb Ihrer Projektmappe.

Um eine neue Vision Gallery hinzuzufügen, stehen Ihnen mehrere Wege zur Verfügung:

  1. Über den Solution Explorer:
    Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten „Vision Galleries“ und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl zum Erzeugen einer neuen Gallery.
  2. Direkt aus der Analyse (Kontextmenü):
    Sie können eine neue Gallery auch direkt aus dem Workflow heraus erstellen. Klicken Sie dazu im Netzwerkeditor oder im Module Watcher mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Image-In- oder Out-Variable und wählen Sie die entsprechende Option im Kontextmenü.

Die Feineinstellung der Gallery und der darin enthaltenen Objekte erfolgt über das standardmäßige Visual Studio Properties-Fenster (Eigenschaften). Sobald Sie ein Element innerhalb der Gallery auswählen, werden dort alle editierbaren Parameter angezeigt.

Durch die Kopplung mit der Analytics Timeline können Sie zudem gezielt durch den Analysezeitraum navigieren, um auch historische Bilddaten detailliert zu sichten.

Hinzufügen von Analysebildern

Um Bilddaten in eine Gallery zu übertragen, sehen Ihnen zwei Methoden zur Verfügung:

  1. Über das Kontextmenü
    Klicken Sie im Netzwerkeditor mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Image-Variable. Über das Kontextmenü (siehe Abbildung unten) können Sie das Bild entweder einer bereits geöffneten Gallery zuweisen oder direkt eine neue Gallery-Instanz erstellen.
  2. Vision Gallery 2:
  3. Drag-and-Drop:
    Ziehen Sie die Variable mit der Maus direkt aus dem Netzwerkeditor in das Gallery-Fenster. Der entscheidende Vorteil hierbei ist, dass das Bild exakt an der Position platziert wird, an der Sie die Maustaste loslassen. Dies ermöglicht eine intuitive Gestaltung Ihres Layouts.

Werkzeuge

Am linken Rand der Gallery befindet sich die Werkzeugleiste. Um ein Werkzeug zu aktivieren, wählen Sie das entsprechende Symbol in der Liste aus. Für alle Werkzeuge, die neue Objekte erzeugen (z. B. Formen, Linien oder zusätzliche Bilder), stehen Ihnen zwei Erstellungsmethoden zur Verfügung:

  1. Erstellung per Doppelklick:
    Führen Sie einen Doppelklick an der Stelle in der Gallery aus, an der das Objekt platziert werden soll. Das Element wird daraufhin automatisch in einer vordefinierten Standardgröße (Default) an dieser Position erzeugt.
  2. Erstellung durch Aufziehen:
    Um die Größe des Objekts direkt beim Erstellen festzulegen, klicken Sie auf den gewünschten Startpunkt und ziehen das Element bei gedrückter Maustaste auf. Sobald die gewünschten Dimensionen erreicht sind, lassen Sie die Maustaste los.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Werkzeuge zur individuellen Gestaltung und Annotation Ihrer Gallery:

Vision Gallery 3:

Cursor (Auswahlwerkzeug): Dies ist das Standardwerkzeug der Gallery. Es ist automatisch aktiv, sofern kein anderes Zeichenwerkzeug ausgewählt wurde. Bei aktivem Cursor können Sie bestehende Objekte in der Gallery durch Anklicken markieren. Ein ausgewähltes Objekt lässt sich anschließend frei auf der Arbeitsfläche verschieben oder über die Ziehpunkte an den Ecken und Kanten in seiner Größe anpassen (skalieren).

Vision Gallery 4:

Bild-Werkzeug: Ermöglicht das manuelle Einfügen zusätzlicher Grafiken. Über das Property Grid können Bilder von der Festplatte geladen werden, um beispielsweise statische Referenzaufnahmen für einen direkten Vergleich in der Gallery zu hinterlegen.

Vision Gallery 5:

Linien-Werkzeug: Dient zum Markieren und Vermessen von Bildbereichen. Beim Zeichnen auf einem Bild werden automatisch die exakte Länge sowie der Winkel der Linie unterhalb des Bildes eingeblendet. Besonders effizient: Der ermittelte Winkel kann direkt auf Parameter in der Workbench (z. B. für den Baustein Rotate Image) übertragen werden. Somit fungiert die Linie als interaktive Konfigurationshilfe für die Bildausrichtung.

Vision Gallery 6:

Form-Werkzeug: Ermöglicht das Einfügen geometrischer Objekte, wobei standardmäßig ein Rechteck erzeugt wird. Über das Property Grid kann der Typ flexibel zwischen Rechteck, Kreis und Pfeil gewechselt werden.
Besonders nützlich: Bei Rechtecken können Position und Maße über das Kontextmenü direkt als Parameter für einen ROI-Baustein in der Workbench übernommen werden, was die präzise Definition von Bildbereichen erheblich vereinfacht.

Vision Gallery 7:

Text-Werkzeug: Ermöglicht das Hinzufügen von individuellen Texten und Beschreibungen innerhalb der Gallery. Damit lassen sich Analyseergebnisse direkt in der Ansicht dokumentieren oder für andere Anwender verständlich aufbereiten.

Objektmanipulation

Die Handhabung der Objekte innerhalb einer Gallery folgt gängigen Standards moderner Grafiktools, was eine intuitive Bedienung ermöglicht.
Für alle platzierten Elemente stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:

Zusätzliche Interaktionen

Am unteren Rand der Gallery befindet sich die Informationsleiste (siehe Abbildung unten). Alle dort angezeigten Werte beziehen sich auf die Originalmaße des Bildes und sind unabhängig von der aktuellen Skalierung oder Darstellungsgröße innerhalb der Gallery.

Vision Gallery 8:

Mit einem Klick auf ein Bild in der Gallery öffnet sich das Annotation Popup.

Vision Gallery 9:

Vision Gallery 10:

Pin-Funktion (Zeitfixierung): Mit dieser Funktion lässt sich ein Bild auf einen spezifischen Zeitpunkt festfrieren. Ist das Bild „festgepinnt“, wird es nicht mehr durch nachfolgende Daten der Live-Analyse aktualisiert und bleibt auch beim Scrollen durch die Timeline unverändert. Zur besseren Orientierung wird der gewählte Zeitpunkt zusätzlich durch eine Markierung direkt in der Analytics Timeline visualisiert.

Vision Gallery 11:

Pin & Copy: Diese Funktion erweitert das reguläre Festpinnen, indem sie eine Kopie des aktuellen Bildes erstellt und diese als neues, eigenständiges Objekt in die Gallery einfügt. Während die ursprüngliche Ansicht weiterhin live aktualisiert werden kann, bleibt das neu erstellte Bild fest auf den gewählten Zeitpunkt fixiert. Dies ermöglicht den zeitgleichen Vergleich verschiedener Analysezustände innerhalb einer Gallery.

Vision Gallery 12:

Persistent-Funktion: Steuert, ob Bilddaten für den Rückblick in der Timeline verfügbar bleiben.

  • Aktiviert: Sie können beim Scrollen durch die Timeline auf vergangene Aufnahmen des verbundenen Outputs zugreifen und diese in der Gallery betrachten.
  • Deaktiviert: Es ist nur das jeweils aktuelle Bild verfügbar. Beim Verschieben der Timeline-Position zeigt das Objekt keine Daten für vergangene Zeitpunkte an.
  • Standard: Um die Systemlast zu optimieren, sind Zwischenbilder in Modulen standardmäßig als nicht persistent vordefiniert.

Name

Der hier vergebene Name wird zur schnellen Identifizierung direkt oberhalb des Bildes in der Gallery angezeigt.

Vision Gallery 13:

Export: Über diesen Button und das Untermenü können Sie das gewählte Bild exportieren. Details zu den Optionen finden Sie im folgenden Abschnitt.

Vision Gallery 14:

Löschen: Entfernt das aktuell ausgewählte Bild aus der Gallery.

Vision Gallery 15:

Adjustments: Öffnet die Werkzeuge zur Bildbearbeitung. Die verfügbaren Parameter werden nachfolgend im Detail erläutert.

Bildanpassungen (Adjustments)

Die folgende Abbildung zeigt die verfügbaren Adjustments, mit denen Sie die Darstellung eines Bildes optimieren können, um Details besser sichtbar zu machen.

Vision Gallery 16:

Diese Anpassungen betreffen ausschließlich die visuelle Darstellung innerhalb der Gallery. Sie haben keinen Einfluss auf die Bilddaten in der laufenden Analyse. Die Funktion dient dazu, Tests schnell durchzuführen oder die Platzierung weiterer Werkzeuge durch eine verbesserte Sichtbarkeit zu erleichtern.

Vision Gallery 17:

Saturation

Sättigung: Regelt die Intensität der Farben. Eine Erhöhung sorgt für kräftigere Farben, während eine Reduzierung das Bild bis hin zu einem Graustufenbild entfärbt.

Brightness

Helligkeit: Steuert die allgemeine Lichtintensität des Bildes. Hiermit können unterbelichtete Bilder aufgehellt oder übersteuerte Bereiche abgedunkelt werden.

Contrast

Kontrast: Steuert den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen. Ein höherer Kontrast verstärkt die Abgrenzung von Details, während ein niedrigerer Kontrast das Bild flacher wirken lässt.

Export

Elemente der Gallery lassen sich flexibel exportieren und lokal speichern. Sie haben dabei die Wahl, entweder einzelne Bilder oder ganze Gruppen zu sichern. Der Exportvorgang kann über zwei Wege gestartet werden:

Beim Exportieren wird zwischen vier Optionen unterschieden: