Verhalten an Satzübergängen mit Winkeln größer 180°

Bei G26 und Satzübergängen mit Übergangswinkeln größer als 180° fügt die statische Werkzeugradiuskorrektur Kreiselemente ein um die Kontur zu schließen. Mit dem eingefügten Kreiselement wird die Parallelbahn tangentenstetig.

Die Konturtangente ändert sich kontinuierlich in diesem Kreiselement.

Die Zeit für Änderung der Konturtangente ist näherungsweise der zurückgelegte Kreisfahrweg geteilt durch die erreichte Geschwindigkeit.

Während der Interpolation eines eingefügten Kreiselements wird die inverse TRC auf einen Punkt reduziert

Auf Basis der inversen TRC-Bahn kann die Online-Werkzeugradiuskorrektur die notwendige TRC-Korrektur in jedem Abtastzyklus berechnen.

Senkrecht stehendes Werkzeug

Bei senkrecht stehendem Werkzeug ist die resultierende Bahn der Online TRC identisch mit der geplanten 2D WRK Bahn.

Verhalten an Satzübergängen mit Winkeln größer 180° 1:
Tangentendrehung an der Außenecke einer Geometrie

Verhalten bei schräg stehendem Werkzeug

Verhalten an Satzübergängen mit Winkeln größer 180° 2:
Online TRC Bahn mit schräg stehendem Werkzeug an einer Außenecke

Weitere Satzübergänge sind unter [PROG, Kapitel: Generierung von Korrektursätzen] zu finden.

Änderung des Werkzeugradius

Wird der Werkzeugradius bei aktiver Werkzeugradiuskorrektur geändert, so kann dies über die TRC-Option „PERPENDICULAR_RADIUS_CHANGE“ beeinflusst werden.

Im Standardfall, bei inaktiver Option, wird der geänderte Werkzeugradius im nachfolgenden Bewegungssatz ausgefahren (siehe Verhalten bei Änderung des Werkzeugradius).

Anschließend wird der Werkzeugradius mit gesetzter Option an der Außenecke geändert.

Verhalten an Satzübergängen mit Winkeln größer 180° 3:
Änderung des Werkzeugradius an einer Außenecke