Logging-Funktionalität

Die Logging-Funktionalität ist eine optionale Erweiterung, die sich bei bestimmten Zyklen aktivieren lässt. Sie gibt Diagnoseinformationen während der Zyklusausführung aus – wahlweise an die PLC, in eine Datei oder an beide Ziele gleichzeitig.

Ob die Logging-Funktion für einen bestimmten Zyklus verfügbar ist, ist im jeweiligen Parameter-Kapitel vermerkt.

Das Logging wird über zusätzliche Versorgungsparameter beim Zyklusaufruf aktiviert. Intern kommt dafür der Unterzyklus SysUtilLog.ecy zum Einsatz. Das Logging erzeugt zusätzliche Laufzeit. Für den Produktionsbetrieb empfiehlt es sich daher, das Logging zu deaktivieren (@P200=0 oder den Parameter wegzulassen).

Funktionsweise

Bei aktiviertem Logging werden während der Zyklusausführung zusätzliche Informationen protokolliert. Dies ist besonders bei der Inbetriebnahme, Fehlersuche und Prozessoptimierung hilfreich. Jede Log-Ausgabe enthält:

Je nach gewähltem Modus werden die Log-Nachrichten an die PLC gesendet, in eine Datei geschrieben oder beides.

Vorsicht! Bei aktivierter Logging-Funktionalität bleibt der Befehl #FILE NAME bis zum Hauptprogrammende aktiv. Folgen weitere #MSG SAVE-Befehle ohne einen erneuten #FILE NAME-Befehl, wird weiterhin die in @P201 definierte Datei beschrieben.

Parameter

Die Logging-Funktionalität wird über zwei optionale Versorgungsparameter gesteuert, die jedem Zyklusaufruf mitgegeben werden können.

Optionale Logging-Parameter

Versorgungsparameter

Beschreibung

@P200

Logging-Modus

0 = Kein Logging (Standard) – es werden keine Log-Informationen erzeugt

"ALL" oder 1 = Logging an PLC und in Datei – vollständige Ausgabe

"PLC" oder 2 = Logging nur an PLC – Ausgabe ausschließlich über die PLC-Schnittstelle

"FILE" oder 3 = Logging nur in Datei – Ausgabe ausschließlich in die Log-Datei

Die Textwerte lassen sich auch kombinieren, z. B. ist **"PLC

@P201

Dateiname für die Log-Ausgabe

Standard: CncCycles.log

Der Dateiname ist frei wählbar, um beispielsweise verschiedene Zyklen in separate Log-Dateien zu schreiben.

@P202

0 = #FLUSH WAIT deaktiviert - Die Log-Meldung kann bereits während der Vorlauf-Decodierung ausgegeben werden, bevor die Maschine den entsprechenden Programmpunkt physisch erreicht hat.

1 = #FLUSH WAIT aktiviert (Standard) - Erzwingt eine Synchronisation zwischen Decodierung und Maschinendurchlauf. Die Log-Meldung wird erst exakt in dem Moment ausgegeben, in dem die Maschine den Code-Abschnitt im Hauptlauf durchläuft.

Log-Format

Die Lognachricht setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

Feld

Beschreibung

Zeitstempel

Datum und Uhrzeit des Log-Eintrags

Zyklusname

Name des aktiven Zyklus, der den Log-Eintrag auslöst (z. B. SysMeasWcs1)

Nachricht

Der eigentliche Informationstext

Im Textfile wird die Nachricht folgendermaßen ausgegeben:

<Zeitstempel> | <Zyklusname> | <Nachricht>

In der PLC wird die Nachricht folgendermaßen ausgegeben:

<Zyklusname> | <Nachricht>

Syntax des Logging-Zyklus

Das Logging wird durch Hinzufügen der Parameter @P200 und optional @P201 zum bestehenden Zyklusaufruf aktiviert. Es ist keine Änderung am Zyklus selbst notwendig.

L CYCLE [NAME="<Zyklusname>.ecy" \
        @P.. = ..                \
        @P200 = <Modus>          \
        @P201 = "<Dateiname>"    ]

Platzhalter

Beschreibung

<Zyklusname>

Name des aufzurufenden Zyklus (ohne Pfad)

<Modus>

Logging-Modus (0, 1 oder "ALL", 2 oder "PLC", 3 oder "FILE")

<Dateiname>

Gewünschter Name der Log-Datei

Programmierbeispiel

Messzyklus mit vollständigem Logging

; Werkstück messen mit Logging in PLC und Datei
L CYCLE [NAME="SysMeasWcs1.ecy"     \
        @P4  = V.L.MeasDistX        \
        @P7  = V.L.ZeroOffsetNumber \
        @P200 = "ALL"               \
        @P201 = "CncCycles.log"     ]

In diesem Beispiel wird der Messzyklus SysMeasWcs1 aufgerufen. Durch @P200="ALL" wird das vollständige Logging aktiviert (PLC und Datei). Die Log-Ausgabe wird in die Datei CncCycles.log geschrieben.