Anforderungen an die Messbewegung
Damit die Korrektur korrekt berechnet wird, müssen folgende Voraussetzungen eingehalten werden:
1. Messbewegung senkrecht zur Messfläche
Die Messbewegung muss weitestgehend senkrecht auf die zu messende Fläche treffen.
Der Messtasterradius wird entlang der Messrichtung (nicht entlang der Flächennormale) kompensiert. Trifft die Messbewegung schräg auf die Fläche, stimmt die Richtung der Radiuskorrektur nicht mit der tatsächlich benötigten Korrektur überein. Das Messergebnis wird dadurch verfälscht.
Hinweis | |
Die Messrichtung muss senkrecht zur Messfläche verlaufen. Bei schräger Antastung wird die Korrektur fehlerhaft berechnet. |
2. Messrichtung muss zur Ebene des Zyklus passen
Die Messzyklen unterscheiden strikt zwischen Messungen in der XY-Ebene und Messungen in Z-Richtung. Eine gleichzeitige Messbewegung in XY und Z ist nicht zulässig und wird vom Zyklus mit einer Fehlermeldung abgewiesen.
Entscheidend ist: Der verwendete Zyklus bestimmt, welche Korrektur angewendet wird.
- Ein Zyklus für die XY-Ebene (z.B. SysMeasWcs1) korrigiert mit dem Messtasterradius und der Verschiebung in X/Y.
- Ein Zyklus für die Z-Achse korrigiert über die Werkzeuglänge.
Hinweis | |
Die tatsächliche Messrichtung muss zur Ebene des verwendeten Zyklus passen. Ein XY-Zyklus darf nur für seitliche Messungen verwendet werden, nicht für vertikale Antastungen. |