Historisierung von Daten
Nach der Installation des TwinCAT Analytics Storage Providers kann der im Hintergrund laufende Dienst konfiguriert werden. Hierzu finden Sie die Anwendung TwinCAT.Analytics.StorageProvider.Configurator im Ordner C:\TwinCAT\Functions\TF3520-Analytics-StorageProvider\Tools.

Der Hauptteil des Topics kann in der Konfiguration ebenso festgelegt werden wie der Kommentar, der zur Identifizierung dient, wenn mehr als ein Storage Provider beim Message-Broker registriert ist.
Sie können die Message-Broker-Einstellungen vornehmen und sich für einen Speichertyp entscheiden:
- Analytics File (Binärdatei)
- CSV-Datei
- Microsoft SQL (Binär / Klartext)
- InlfuxDB (Klartext)
- Microsoft Azure Blob (Azure-Cloud erforderlich)
Zuletzt können Sie die Konfiguration speichern und den Dienst starten. Der nächste Schritt besteht in der Konfiguration der spezifischen Aufzeichnung. Hierzu sollten Sie in Ihrer Entwicklungsumgebung den Storage Provider Manager auswählen.

Mit dem Storage Provider Recorder können Aufnahme Definitionen erstellt, gestartet und verwaltet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Datenspeicher einzelner Analytics Storage Provider zu verwalten. Alle wichtigen Eigenschaften der gefundenen Analytics Storage Provider und historisierten Daten werden übersichtlich dargestellt.

Symbolleiste Manager Fenster („OVERVIEW“)

1 | Neuen Broker hinzufügen |
2 | Ausgewählten Broker entfernen |
3 | Anzeige aktualisieren |
4 | Alle Knoten einklappen |
5 | Ansichtwechsel zwischen Dark/Light Modus |
Funktion Manager Fenster („OVERVIEW“)
Vergeben Sie zunächst einen „RecorderAlias“. Dieser hilft die gestarteten Aufnahmen zu gruppieren und die selbst gestarteten wieder zu finden.
Danach können ein oder mehrere Broker eingerichtet werden. Dies geschieht über die schon bekannte Eingabemaske für MQTT-Verbindungseigenschaften.

Sobald eine Verbindung zum Broker hergestellt werden konnte, werden alle darauf verbundenen Analytics Storage Provider aufgelistet.
„Storage“ Status

1 | Storage Online |
2 | Storage Offline |
3 | Storage startet auf |
4 | Storage startet mit Fehler. Es wird weiter versucht ihn zu starten. |
5 | Storage wird heruntergefahren |
6 | Storage befindet sich im Fehlerfall. |
Symbolleiste Manager Fenster („CONFIGURATIONS“)

1 | Eine neue Pipeline erzeugen. |
2 | Eine neue Pipeline mit Rule Engine erzeugen. |
3 | Target Browser öffnen für Beschaltung einfacher Pipelines. |
4 | Eine ausgewählte Pipeline editieren. |
5 | Eine ausgewählte Pipeline löschen. |
6 | Eine ausgewählte Pipeline starten. |
Funktion Manager Fenster („CONFIGURATIONS“)
Das Fenster teilt sich in zwei Tabs auf. Pipelines und Live-Status. Unter Pipelines finden Sie die Konfigurationen Ihrer Pipelines. Von hier können Sie neue Pipelines definieren, bestehende editieren, löschen oder starten.

Um eine neue einfache Pipeline zu erzeugen, drücken Sie den Button Neue Pipeline erzeugen. Folgender Dialog öffnet sich.

Wählen Sie zunächst den gewünschten Storage-Provider aus und vergeben Sie einen aussagekräftigen Recording-Alias. Anschließend können Sie im rechten Bereich unter Source die aufzuzeichnenden Variablen auswählen. Im Bereich Sink haben Sie die Möglichkeit, Einstellungen für die Datenablage festzulegen. Hier können Sie den gewünschten Storage sowie den Record-Name auswählen. Für den Record-Name stehen Ihnen verschiedene Platzhalter zur Verfügung, die Sie nach Bedarf verwenden können:
"{AutoID}" | Automatisch hochzählender Index |
"{Topic}" | Topic des aufzunehmenden Streams. |
"{SystemID}" | System-ID des aufzuzeichnenden Streams. |
"{Layout}" | Layout des aufzuzeichnenden Streams. |
"{CycleTime}" | Zykluszeit des aufzuzeichnenden Streams. |
"{SampleSize}" | Datengröße eines einzelnen Samples in Bytes. |
"{RecordStart}" | Startzeitpunkt der Aufnahme |
Mit Record-Duration können Sie die Aufzeichnungsdauer definieren. Andernfalls läuft die Aufzeichnung endlos, bis sie manuell gestoppt wird. Zudem lässt sich im Bereich Record Ringbuffer ein Ringpuffer für die Aufnahme definieren. Die Puffergröße kann über ein Zeitintervall oder eine Speichergröße festgelegt werden. Der letztere Modus ist nicht für alle Storage-Typen verfügbar.
Mit Save werden die Eingaben bestätigt und eine neue lokale Aufnahmedefinition wird erzeugt. Falls Sie die Konfiguration bereits gespeichert haben, können Sie über das Kontextmenü vom Button Save mit Save as Copy eine Kopie abspeichern.
Es ist nun möglich, diese Definition direkt über die Toolbar oder das Kontextmenü zu starten.

Die Definition kann auch global zugänglich gemacht werden. Dies erfolgt über das Kontextmenü mit dem Eintrag Publish Pipeline.
Danach öffnet sich folgender Dialog:

Hier kann der gewünschte Analytics Storage Provider ausgewählt werden, über den die Definition veröffentlicht werden soll. Zusätzlich wird der Definition ein Storage und ein Data Broker des ausgewählten Analytics Storage Providers zugewiesen. Nach der Auswahl wird die Aufnahmedefinition mit OK bestätigt und an dem ausgewählten Analytics Storage Provider veröffentlicht. Dadurch kann sie von jedem Storage Provider Manager, der mit dem MQTT-Broker verbunden ist, gefunden werden.
Nach dem Start einer Pipeline springt die Ansicht in den zweiten Tab, den Live Status.

Hier werden alle aktiven Pipelines von allen Usern aufgelistet. Die Pipelines können in diesem Tab beendet werden, es ist auch möglich zu dem resultierenden Record zu wechseln.
Historisierte Daten verwenden
Nach und auch während der Aufzeichnung können Sie die historischen Daten als Eingang für Ihre Analyse im Target Browser auswählen. Im Target Browser finden Sie für die historischen Daten eine neue Steuerung auf der rechten Seite. Dort können Sie die Zeitspanne für Ihre Daten auswählen.
