Trigger
Mit dem Trigger-Modul können einer Scope Konfiguration verschiedene Triggerfunktionen hinzugefügt werden.
Um eine möglichst einfache und freie Kombination von einzelnen Triggerbedingungen und -aktionen zu ermöglichen, werden diese in Trigger-Gruppen zusammen gefasst. In der oberen Werkzeugleiste des Trigger-Moduls können neue Gruppen hinzugefügt und entfernt werden.
Trigger-Gruppe
Im Trigger-Modul ist jeder Trigger-Gruppe ein eigener Karteireiter zugewiesen. Dieser Tab unterteilt sich im wesentlichen in den Auslösebereich (oben) und den Aktionsbereich unten.
Der Auslösebereich umfasst eine Werkzeugleiste zum Hinzufügen und Entfernen, sowie eine Tabelle zum Konfigurieren von einzelnen Trigger-Sets:
Trigger-Set
Jede Zeile der Tabelle enthält einen separaten Trigger-Satz. Dieser Satz kann als eigenständige Triggerbedingung angesehen werden. Durch die Wahl einer Verknüpfung in der Combine-Spalte können diese einzelnen Bedingungen in Relation gesetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass UND-Verknüpfungen vor ODER-Verküpfungen behandelt werden.
Jedem Set ist, neben einem frei wählbaren Namen, ein Kanal zugeordnet, dessen Zustand auf die gewählte Auslösebedingung geprüft werden soll. Die Auslösebedingung ist in eine Auslösebeschreibung (Release) und den zugehöreigen Grenzwert (Threshold) unterteilt. Die Release-Bedingung kann entweder ein steigender (RisingEdge) oder fallender (FallingEdge) Durchgang, durch den Grenzwert (frei editierbar) sein. Ist diese Auslösebedingung für eine Zeile erfüllt, wird die Fahne in der Hit-Spalte rot markiert. Alle Triggersets bleiben solange gesetzt bis die gesamte Trigger-Gruppe ausgelöst hat.
Trigger-Action:
Im Aktionsbericht der Trigger-Gruppe ist festgelegt was beim Auslösen einer Trigger-Gruppe geschieht:
- StartRecord: Wird diese Option gewählt, sollte die Start-Record-Bedingung in den Scopesettings auf Trigger-Start stehen. Andernfalls würde das Scope die Aufnahme wie gewohnt beginnen. Beim Einstellen dieser Aktion erscheint daher ein Fragefeld, welches die Einstellung ggf. vornimmt. Betätigt man den Record-Knopf in der Menüleiste, verbindet sich das Scope wie gewohnt mit den beteiligten Servern und beginnt die angeschlossenen Kanäle zu sichten, ohne jedoch die eigentliche Aufnahme zu starten. Die Aufnahme beginnt mit dem Auslösezeitpunkt der letzten Trigger-Set-Bedingung.
- StopRecord: Wird die Stop-Aktion gewählt, sollte das Scope im Ringbuffermode betrieben werden. Beim Einstellen dieser Aktion erscheint daher ein Fragefeld, welches die Einstellung ggf. vornimmt. Im Feld darunter kann man angeben ob ein fester Zeitbereich vor und/oder nach dem Triggerevent in der Aufnahme erscheinen soll. Ist der Pre-Trigger gewählt, werden Triggerevents vor dem ablauf dieser Zeit ignoriert. Ist der Post-Trigger aktiv, läuft die aufnahme nach eintreffen des Triggerevents die angegebene Zeit nach.
- StopDisplay: Die Stop-Display-Aktion hält alle Charts des Scope, die zum Auslösezeitpunkt im Live-Modus sind, an. Dabei kann mit der Trigger-Position gewählt werden wieviel Prozent des angezeigten Displays (Display-Breite) vor, bzw. hinter dem Triggerereignis liegen sollen (Im Beispiel unten: positiver 0-Durchgang des grünen Signals bei 10% von 2.5s = 0,25s). Wird die Triggerbedingung wiederholt erfüllt, springt die Anzeige zu diesem neuen Ereignis. Um dieses Nachtriggern zu unterbinden, kann im Chart Pause betätigt werden.
- RestartDisplay: Alle duch einen StopDispay-Trigger pausierenden Charts werden beim erfüllen der Trigger-Bedingung wieder fortgeführt.
- StartSubsave: Beim Eintreten dieses Triggerereignisses wird eine Hintergrundaufnahme, mit der aktuellen Konfiguration, gestartet. Dieser Subsave läuft immer im Ringbuffer-Mode (unabhängig von den Einstellungen in den Scope-Settings). Es ist möglich bis zu 5 Subsaves gleichzeitig zu starten (über einen oder mehrere Triggerevents). Die maximale Speichergröße des Subsaves kann im 'Record-Time'-Feld angegeben werden. Diese Aufnahmedauer darf auch länger sein als die Aufnahmedauer der Basiskonfiguration (hier sollte, dann jedoch ebenfalls der Ringbuffer-Betrieb gewählt werden.
- StopSubsave: Nach dem StopSubsave-Triggerevent, wird das älteste Subsave gestoppt und im Hintergrund an das View übertragen. Von hieraus wird es unter dem angegebenen Pfad in ein .svd-File gespeichert. Der erzeugte Dateiname besteht aus dem Namen des Scopes in der Basiskonfiguration und einer Kennung aus Datum und Uhrzeit, in alphanumerischer Anordnung.