Möglichkeiten des Mappings von SPS-Variablen auf HMI-Controls
Für das Mapping der Controls auf die SPS stehen drei Arten zur Verfügung: MTP-Library-Mapping, Mapping eines benutzerdefinierten Objekts (z. B. eines FB) sowie direktes Variablen-Mapping.
- Das MTP-Library-Mapping ist die komfortabelste und schnellste Methode, da eine standardisierte, sofort einsatzbereite SPS-FB-Instanz (siehe MTP Runtime FBs) über eine einzige Data Symbol-Eigenschaft an das Control gebunden wird.
- Mit dem benutzerdefinierten FB-Mapping kann auch ein Einzelmapping über die Data Symbol-Eigenschaft implementiert werden. Es unterscheidet sich vom MTP-Library-Mapping dadurch, dass der Benutzer das Control an eine Instanz des von ihm entwickelten FBs bindet, die er mit Attributpragmas angereichert hat. Der Vorteil gegenüber dem direkten Variablen-Mapping ist, dass diese Anreicherung nur einmal in der SPS und nicht für jede Instanz im HMI vorgenommen werden muss.
- Direktes Variablen-Mapping bedeutet, dass eine Eigenschaft des Controls der entsprechenden SPS-Variable zugeordnet werden kann. Diese Methode kann alleine oder in Kombination mit den beiden anderen angewendet werden. Bei kombinierter Verwendung können einzelne Eigenschaften des Controls durch Mapping zu einer separaten SPS-Variable eingestellt oder überschrieben werden.
MTP-Library-Mapping
Die Bibliothek TF8400 | TwinCAT 3 MTP Runtime enthält standardisierte Schnittstellen. Im Folgenden ist eine Sequenz dargestellt, die zeigt, wie ein bestimmter standardisierter Typ an das entsprechende Control gebunden ist.

MTP-Library-FBs werden in der SPS instanziiert und stehen für das Mapping im HMI-Projekt zur Verfügung.


Das Ergebnis erscheint unmittelbar nach dem Mapping:

Benutzerdefiniertes FB-Mapping
Die Verwendung des speziellen 'TcHmi.ProcessLibrary' Pragma-Attributs macht einen benutzerdefinierten FB für das Mapping zum Control über die Data Symbol-Eigenschaft verfügbar. Die Pragma-Attribute müssen verwendet werden, um den FB zu erstellen. Dann werden alle Instanzen an das zugeordnete Control weitergeleitet:
- Konfigurationsdaten (definieren einige Eigenschaften und das Verhalten des Controls), die in den Attributen angegeben sind
- aktuelle Werte von Variablen, die mit den Attributen gekennzeichnet sind


Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SPS-Attributen finden Sie in den Kapiteln SPS-Attribut-Funktionalität und Verwendung der SPS-Attribut-Funktionalität.
Direktes Mapping und Überschreiben durch SPS-Variablen
Dies ist die Standardmethode des Variablen-Mappings in TwinCAT HMI: Jede Eigenschaft des Controls der HMI Process Library, die über das Eigenschaftsfenster verfügbar ist, kann auf eine separate Variable eines entsprechenden Typs abgebildet werden.

![]() | Separates Mapping für jede Control-Instanz Das Mapping von Variablen zu den Eigenschaften des Controls muss für jede HMI-Control-Instanz separat vorgenommen werden. |
Control-Eigenschaften, die bereits über die Data Symbol-Eigenschaft auf das MTP oder den benutzerdefinierten FB abgebildet wurden, können durch das direkte Mapping überschrieben werden. Dadurch wird die Verwendung der Controls flexibler.
![]() | Priorisierung der gemappten Daten Über spezifische Eigenschaften eingestellte Daten haben Vorrang vor der Data Symbol-Eigenschaft. |
