Entfernen nicht mehr benötigter Komponenten

Um die Angriffsoberfläche zu verkleinern, sollten nicht benötigte Programme, Dienste und Komponenten des Betriebssystems entfernt werden.

Das Entfernen von Systemkomponenten sollte nur von versierten Personen durchgeführt werden. Es können negative Seiteneffekte auftreten und Programme oder Dienste nicht mehr korrekt ausgeführt werden.

Insbesondere bei Beckhoff RT Linux®-Systemen sollten Änderungen vorab geprüft und getestet werden, da auch indirekte Abhängigkeiten Auswirkungen auf den bestimmungsgemäßen Betrieb haben können.

Mit apt list –installed lassen sich alle auf dem System installierten Pakete anzeigen. Bei Auslieferung sind alle hier gelisteten Pakete relevant für das Basissystem oder für Beckhoff Software. Alternativ kann auch die Paketdatenbank direkt mit dpkg -l abgefragt werden. Neben Paketen für die eigentliche Anwendung, Diagnose- oder Verwaltungsfunktionen werden dort auch Pakete aufgeführt, die von anderen Programmen benötigt werden.

Wird ein Paket entfernt, das von einem anderen installierten Paket benötigt wird, zeigt die Paketverwaltung an, welche weiteren Pakete davon betroffen sind oder zusätzlich entfernt werden müssten. So lässt sich feststellen, ob ein Paket noch eine Abhängigkeit anderer installierter Komponenten ist. Pakete, von denen bekannt ist, dass sie nicht mehr benötigt werden, können mit sudo apt remove <Paketname> entfernt werden.

Sollen zusätzlich die zugehörigen Konfigurationsdateien entfernt werden, kann stattdessen sudo apt purge <Paketname> verwendet werden. Danach können mit sudo apt autoremove automatisch installierte und nicht mehr benötigte Abhängigkeiten gelöscht werden. So wird sichergestellt, dass keine nicht mehr benötigten Pakete auf dem System verbleiben. Nicht benötigte Dienste sollten darüber hinaus deaktiviert werden, sofern sie nicht bereits durch das Entfernen der zugehörigen Pakete entfallen.