Einfluss der Netzfrequenz 50/60 Hz
Stationäre elektrische Geräte werden in der Regel direkt oder via USV aus der Gebäudeversorgung gespeist. Dort sind 110…240 V AC weltweit üblich, allerdings wird in vielen Ländern 50 Hz, in einigen 60 Hz als Netzfrequenz genutzt. Auch wenn Netzteile/ Spannungswandler z.B. bei der Umsetzung von 230 V AC auf 24 V DC ausgangseitig im hohen Maße „saubere“/ geglättete DC-Versorgung liefern, bleibt doch in Bereichen, wo Versorgungsleitungen verlegt sind, eine 50 oder 60 Hz Abstrahlung, die auf Erdung/FE/PE, metallische Strukturen, Kommunikations- und Signalleitungen einwirkt – wenn keine Schirmungsmaßnahmen vorgenommen wurden. Da also Gebäude-PE/FE meist auch als gewählte Störungssenke der Grundfrequenz (und seinen Harmonischen) ausgesetzt ist, kann dieses Störsignal über z.B. den angeschlossenen PE-Anschluss an einer ELM3xxx-Klemme wiederum in den Signalfluss geraten.
Um dieses Störsignal aus analogen Signalen zu eliminieren /zu dämpfen, verfügen analoge Eingangsgeräte zumindest über einen (digitalen) 50 und 60 Hz Filter.
- Dieser ist sinnvollerweise auf die Netzfrequenz des jeweiligen Nutzungslandes einzustellen
50 Hz: Europa, Australien, China, Indien, Afrika, …
60 Hz: Nord/Südamerika, Saudi-Arabien, Taiwan, … - Wird aus signaltechnischen Gründen ein anderer Filter z.B. 3 kHz, Bandpaß, … genutzt ist im Signal zu prüfen, ob die lokale Netzfrequenz störend auftritt und ob ggf. mehrere (digitale) Filter hintereinander benutzt werden müssen.