U/I Mapping

Häufig stellt sich das Problem, dass die Spannungen U1, U2 und U3 und die Ströme Ia, Ib und Ic an einen Leistungsmesser angeschlossen sind und dann bestimmt werden muss, welche Spannung welchem Strom entspricht. Formal besteht das Ziel darin, eine bijektive Abbildung der Ströme Ia, Ib und Ic auf die Spannungen U1, U2 und U3 zu finden. Da dieses Problem im Allgemeinen nicht gelöst werden kann (außer durch Verfolgung der Kabel), müssen die folgenden Annahmen getroffen werden:

Aus den Annahmen ergibt sich, dass der Winkel zwischen Strom und Spannung nur maximal 90 Grad beträgt. Daher liegen die Phasen der resultierenden Ströme der Spannungen U1, U2 und U3 in den folgenden Bereichen:

-90° ≤ φI1≤ 90°

-210° ≤ φI2 ≤ -30°

 30° ≤ φI3 ≤ 210°

Daraus ergeben sich Bereiche, die für einige Phasen exklusiv sind, und andere, die von zwei aufeinander folgenden Phasen gemeinsam genutzt werden:

U/I Mapping 1:Abb.21: EL3475 - U/I mapping, Phasen

Aus diesen Bereichen lässt sich dann über ein Eliminationsverfahren das jeweilige Verhältnis zwischen Strom und Spannung ableiten.

Beispiel

Nehmen wir drei Ströme Ia, Ib und Ic mit den Phasen φa=0°, φb=-90° und φc=150° an.

Die Zuordnung a = L1 ist eindeutig.

Da IL1 bereits bestimmt ist, wird Ib auf L2 abgebildet.

Schließlich lässt sich c = 3 bestimmen.