Input Freeze
Wenn die Klemme durch Input Freeze über die Prozessdaten im Control-Wort in den Freeze-Zustand versetzt wird, werden keine analogen Messwerte mehr an den internen Filter weitergereicht. Diese Funktion ist dann anwendbar, wenn eine übermäßige Belastung am Messeingang zu erwarten ist z. B. wenn bei einer Wiegeanwendung ein Einfüllstoß erwartet wird, der durch die Kraftbelastung die Filter unnötig übersteuern würde. Das hätte zur Folge, dass einige Zeit verstreichen würde, bis sich die Filter wieder eingeschwungen hätten. Der Anwender hat selbst auszumessen, wie lange das Input Freeze sinnvoll ist, die zeitliche Steuerung und Entscheidung über den Input Freeze muss vom Anwender in der PLC realisiert werden, sie ist nicht Bestandteil des Geräts.
Zur Aktivierung muss das Control-PDO Input Freeze auf „1“ gesetzt werden. Solange Input Freeze auf „1“ ist, werden keine Werte im Datenfluss weitergegeben.
Beispielhafte Verwendung: Wenn sich der Messwert zum letzten Zyklus (Zykluszeit 100 µs) um mehr als 5% oder einen festen Wert wie z.B. 10 g geändert hat als Indiz für eine schlagartige Belastung wird Input Freeze durch einen TOF-Baustein für 50 ms lang aktiviert gesetzt. Die Spitzenbelastungen werden vom Gerät nicht mehr zur Kenntnis genommen. Bei optimaler Anpassung von Messwertänderung und Zeit an den erwarteten Kraftstoß kann das Gerät ohne Überschwingen den aktuellen Analogwert einmessen.