WLAN-Konfiguration

Dieses Kapitel beschreibt die Konfiguration von WLAN-Schnittstellen unter Beckhoff RT Linux®. Es werden zwei typische Einsatzszenarien beschrieben:

Für den Betrieb einer WLAN-Schnittstelle als Client müssen die folgenden Softwarekomponenten installiert und aktiv sein.

iNet Wireless Daemon (iwd) installieren

Der iwd‑Service (iNet Wireless Daemon) ist ein Systemdienst für Linux, der WLAN‑Verbindungen verwaltet. Er läuft als systemd‑Unit iwd.service. Er übernimmt unter anderem folgende Aufgaben.

Damit iwd verwendet werden kann, muss das Paket installiert sein:

sudo apt install iwd

Und der Service aktiv sein:

sudo systemctl enable --now iwd

Ist der iwd-Dienst nicht aktiv, können keine WLAN-Geräte oder Netzwerke abgefragt werden.

WLAN-Firmware installieren

Ohne passende Firmware kann der WLAN-Adapter zwar vom System erkannt werden, ist jedoch nicht betriebsfähig. Je nach verwendetem WLAN-Chipsatz muss das passende Firmware-Paket installiert werden. Für Realtek-basierte WLAN-Adapter, wie beispielsweise den Beckhoff WLAN-Stick CU8210-D001-0102, wird in der Regel folgendes Paket verwendet:

sudo apt install firmware-realtek

Die Firmware wird automatisch beim Initialisieren des Geräts geladen. Eine manuelle Konfiguration ist nicht erforderlich.

Neustart nach Firmware-Installation

Nach der Installation des iwd-Service und der Firmware muss das System neugestartet werden:

sudo shutdown -r now

Überprüfen Sie, ob die WLAN-Schnittstelle nach dem Neustart vom System erkannt wird:

ip addr show

Die Ausgabe sieht dann in dem Beispiel mit einem Beckhoff WLAN-Stick wie folgt aus:

4: wlx34c9f09ab29c: <NO-CARRIER,BROADCAST,MULTICAST,UP> mtu 1500 qdisc noqueue state DOWN group default qlen 1000
     link/ether 34:c9:f0:9a:b2:9c brd ff:ff:ff:ff:ff:ff

Der WLAN-Stick wird mit dem Interface-Namen wlx34c9f09ab29c angezeigt: „wl“ = WLAN, „x“ = MAC‑basierter, vorhersehbarer Name (systemd/udev). Die anschließende Ziffernfolge ist die MAC‑Adresse.

Hinweis : Der Interface‑Name kann je nach System und Hardware unterschiedlich sein (z. B. wlan0, wlp2s0, wlx..., enp3s0f1). Ermitteln Sie den in Ihrer Installation verwendeten Interface‑Namen und verwenden Sie ihn in allen Befehlen und Konfigurationsbeispielen.