Zulässiger Umgebungstemperaturbereich und thermisches Leistungsbudget
Das thermische Leistungsbudget muss vor dem endgültigen Einbau geprüft werden. Im CU1521-0020 gibt es zwei relevante Wärmequellen: das Grundgerät und die eingesetzten SFP-Module. Je nach verwendetem SFP entsteht zusätzliche Innenwärme. Dadurch können die maximal zulässigen Betriebstemperaturen des SFP und/oder des Grundgeräts überschritten werden.
Ein SFP erzeugt näherungsweise ca. +7 K/W Innentemperatursteigerung.
Das Grundgerät ab HW02 verfügt über größere Kühlöffnungen.
Übliche Industrial-SFPs melden ab 85 °C Eigentemperatur eine Warnung und ab 95 °C einen Fehler.
Werden Commercial-SFPs mit 70 °C Warning-Temperatur eingesetzt, sind die SFP-Linien entsprechend um 15 °C herabzusetzen.
Beispiel: Im CU1521-0020 HW01 sind zwei SFPs mit je 1 W (3,3 V × 300 mA) bei Tambient = 55 °C einsetzbar, sodass gerade die Warnschwelle der Industrial-SFPs erreicht wird.
Abb.44: Zulässiger Umgebungstemperaturbereich in Abhängigkeit von SFP-Verlustleistung und Hardwarestand (Originalabbildung).![]() | Praxisempfehlung Die Verlustleistung aus dem SFP-Datenblatt vorab prüfen. Bei hoher Umgebungstemperatur oder zwei gesteckten SFPs möglichst SFPs mit geringer Leistungsaufnahme und Industrial-Temperaturbereich verwenden. |
